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ÖKO-TEST April 2010
TestMittel gegen Haarausfall
Kahlauer
Mittel gegen Haarausfall



Ein voller Haarschopf wird mit Attraktivität gleichgesetzt. Lichtet sich das Haupt, leidet die Seele, die weibliche mehr als die männliche. Während fast 85 Prozent aller Frauen sagen, sie täten alles, um einen Haarausfall zu stoppen oder umzukehren, würde jeder zweite Mann nichts gegen die zunehmende Kahlheit unternehmen.

Am häufigsten ist der erblich bedingte Haarausfall: Er beginnt bei Männern mit Geheimratsecken, die sich über eine Halb- bis zur Vollglatze auswachsen können. Bei Frauen macht er sich oft erst nach den Wechseljahren bemerkbar, verläuft viel milder und führt nur selten zur Kahlköpfigkeit.

Grundsätzlich verliert jeder Mensch ganz natürlich täglich zwischen 60 und 100 Haaren - bei einer Gesamtzahl von 90.000 bis 150.000 Kopfhaaren. Ursache ist der Wachstumszyklus des Haares: Zwei bis sechs Jahre lang befindet sich ein Haar in der Wachstumsphase und legt pro Monat rund einen Zentimeter zu. Dem schließt sich eine kurze Übergangsphase von ein bis zwei Wochen an, in der die Haarwurzel umgebaut wird. Danach folgt eine zwei- bis viermonatige Ruhephase, in der das Haar schließlich ausfällt. Diese drei aufeinanderfolgenden Phasen wiederholen sich kontinuierlich. Da sich im Laufe des Lebens - und je nach ererbter Ausstattung - die Wachstumsphase jedoch immer mehr verkürzt, werden die Haare weniger.

In Apotheken und Drogerien hat ÖKO-TEST insgesamt 30 Mittel eingekauft, die auf das Problem Haarausfall abzielen: neun rezeptpflichtige und fünf nicht rezeptpflichtige Arzneimittel, ein Nahrungsergänzungsmittel, eine ergänzend bilanzierte Diät und 14 Kosmetika. Für alle Produkte haben wir nach Wirksamkeits- beziehungsweise Nutzenbelegen gesucht. Äußerlich anzuwendende Präparate haben wir auch auf umstrittene und bedenkliche Inhaltsstoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis

An der Mehrzahl der Produkte können wir kein gutes Haar lassen. Von den Arzneimitteln schneiden lediglich die Finasterid-haltigen, nur zur Anwendung bei Männern zugelassenen, rezeptpflichtigen Präparate mit "gut" ab. Die Nutzenbelege aller Nichtarzneimittel reichen hingegen nicht aus, um selbst schwammig formulierte Hinweise zur Anwendung bei Haarausfall zu rechtfertigen.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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