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ÖKO-TEST März 2010
TestProstatamittel
Wat mutt, dat mutt
Prostatamittel



So einleuchtend die Zusammenhänge auch sind, die Größe der Prostata korreliert nur wenig mit der Stärke der Symptome. Das heißt, Männer können trotz erheblich vergrößerter Prostata praktisch beschwerdefrei sein. Auf alle Fälle sollte Mann die Beschwerden beim Urologen ärztlich abklären lassen, um andere Ursachen wie eine überaktive Blase oder Erkrankungen wie Diabetes oder Herzprobleme auszuschließen. Ein Prostatakrebs liegt nur in seltenen Fällen vor. "Typischerweise bereitet dieser zunächst keine Beschwerden und auch die Prostata ist nur wenig oder gar nicht vergrößert", erklärt Doehn.

Jeder Bahnfahrer, der schon einmal trippelnd vor der Bordtoilette eines ICE gestanden hat, kennt die Plakate, mit denen die Firma Schwabe für Prostagutt wirbt: "Weniger müssen müssen." Und verspricht: "Weniger Harndrang. Mehr Lebensfreude." Erreichen soll dies im Prostagutt forte 160/120 mg-Präparat eine Kombination aus Sägepalmenfrüchten (Sabal) und Brennnesselwurzeln (Urtica). Andere Anbieter setzen auf die Samen des Arzneikürbis, auf Phytosterole, einen Dickextrakt aus Gräserpollen oder auch eine Kombination aus Kürbissamen, Riesengoldrutenkraut und Zitterpappelblättern, um die Prostatabeschwerden zu lindern.

Doch was ist wirklich dran an diesen Phytotherapeutika? ÖKO-TEST hat insgesamt 40 rezeptfreie, pflanzliche Arzneimittel eingekauft. Darunter waren auch fünf Produkte, die als traditionelle Arzneimittel zugelassen sind und zum Teil in Drogerien und damit außerhalb von Apotheken erhältlich sind. Wir haben die Studienlage von unserem wissenschaftlichen Berater, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, begutachten lassen und zudem Hilfsstoffe und Verpackung genauer unter die Lupe genommen.

Das Testergebnis

Da sie eine vergrößerte Prostata nicht rückgängig machen können, schneidet keines der untersuchten pflanzlichen Prostatamittel mit "sehr gut" ab. Allerdings können die Mittel in frühen Stadien der Erkrankung einige Symptome wie häufigen Harndrang mit geringer Harnmenge oder schmerzhafte Harnentleerung lindern oder gar beseitigen. Obgleich der Beweis für eine langfristige, klinisch relevante Wirkung noch nicht erbracht ist, sind die Präparate eine Alternative zu synthetischen Präparaten, zumal sie gut verträglich und nebenwirkungsarm sind.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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