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ÖKO-TEST Februar 2010
TestKarnevalsmasken
Helauauau
Karnevalsmasken



Die Idee war einfach, aber wir fanden: genial. Wir gehen als Außerirdische verkleidet zum Maskenball in unserem Ort. Und stauben den Preis für das beste Kostüm ab. Der Gedanke kam uns drei Tage vor dem großen Tag im Schulbus. Wir rührten noch am gleichen Tag den Kleister an, zerrupften Zeitungen und begannen, zwei XXL-Luftballons damit zu bekleben. Während das Pappmaschee draußen bei Minusgraden trocknen sollte, färbten wir Bettlaken türkis, sprühten Staubsaugerschläuche silber an und suchten die Nachbarschaft nach alten Fahrradreifen ab, die wir in unser Kostüm einnähen wollten. Dann holte Katja ihre Nähmaschine raus.

Die Pappmascheeköpfe sprühten wir dann an unserem großen Tag mit türkisfarbener Lackfarbe ein. Ein paar Stunden später kam der große Moment: Draußen auf der verschneiten Terrasse stachen wir die Riesenballons auf. Sie schnurrten zusammen - und mit ihnen auch die Pappmascheeform. Innen suppte der Tapetenkleister, außen schlug die Lackfarbe Blasen und als wir die silbernen Staubsaugerschläuche drum herumwickelten, knickten die Masken dann noch einmal ziemlich ein. Aber egal. Wir machten zwei Löcher für die Augen und setzten die Köpfe auf. Einen Preis gewannen wir mit diesem Auftritt nicht. Dafür hatten wir unter den Masken heftig mit dem stickigen Klima zu kämpfen.

Ob helau oder alaaf: Millionen Narren stecken in einer Kostümierung aus Fernost

Das Selbermachen hat so seine Tücken. Wahrscheinlich entscheiden sich auch aus diesem Grund Jahr für Jahr rund 1,7 Millionen Erwachsene dafür, ihr Kostüm lieber fix und fertig zu kaufen, für Kinder gehen noch einmal knapp 1,5 Millionen Kostüme über die Ladentische. Ganz so teuer soll die Anschaffung natürlich nicht sein, schließlich trägt man ein Kostüm meist nur eine Saison. Der Markt ist voll von billigst hergestellten Kostümen und Masken, die für wenige Euro zu haben sind. Das meiste davon kommt aus Fernost. "Bis in die Neunzigerjahre fand der Großteil der Produktion noch in Europa statt", sagt Ralf Horbach von der Firma Fritz Fries & Söhne, "inzwischen kommt der überwiegende Teil aber aus China."



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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