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ÖKO-TEST Februar 2010
TestVersorgungslücken-Rechner
Lauter Pannen
Versorgungslücken-Rechner



Fast alle Bundesbürger stecken in einem Vorsorgedilemma. Diverse Umfragen belegen: Einerseits ist ihnen sehr bewusst, dass die staatliche Rente später zum Leben nicht reicht. Andererseits unterschätzen die meisten trotz aller Aufklärung über mögliche Versorgungslücken das Risiko, im Alter in Geldnöte zu geraten. Denn wie viel Geld sie im Ruhestand wirklich benötigen bzw. wie groß die Versorgungslücke wirklich ist, wissen die wenigsten. Versicherer, betriebliche Versorgungswerke, Finanzdienstleister und unabhängige Informationsportale halten deshalb im Internet Versorgungslückenrechner bereit, mit denen Verbraucher ermitteln können, wie viel Geld ihnen im Alter fehlt.

Die Rechner sollen Hilfe bei der Vorsorgeplanung bieten. Denn auf Basis der individuellen Versorgungslücke können Verbraucher nicht nur prüfen, wie viel Vorsorgeanstrengungen sie noch unternehmen müssen. Vielmehr können sie auch schnell abschätzen, ob etwaige Offerten zur Altersvorsorge ausreichen, die ermittelten Lücken zu schließen.

ÖKO-TEST hat die Versorgungslückenrechner daher unter die Lupe genommen und anhand von drei Modellfällen geprüft. Dabei sind wir davon ausgegangen, dass die Betroffenen im Alter wenigstens 70 Prozent ihres heutigen Nettoeinkommens benötigen. Sofern möglich wurde aber auch eine Berechnung mit 90 Prozent vom Nettoeinkommen durchgeführt. Denn wir sind davon ausgegangen, dass viele Vorsorgeplaner ihren derzeitigen Lebensstandards im Ruhestand weitgehend halten möchten.

Das Testergebnis

Die Ergebnisse sind erschreckend: Lediglich in vier von 48 durchgerechneten Modellvarianten spuckte ein Versorgungslückenrechner korrekte Ergebnisse aus. Das ist eine Trefferquote von bescheidenen 8,3 Prozent. Bei den restlichen 91,7 Prozent aller Berechnungen produzierten die Rechner mehr oder minder große Fehler, weil sie den Versorgungsbedarf falsch einschätzten, die möglichen Rentenansprüche unter- oder überschätzten und daher auch die Versorgungslücke nicht korrekt ermittelten.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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