Startseite
Facebook - ÖKO-TEST gefällt mir
Twitter @oekotest
Google+
YouTube
Mobile Webseite aufrufen
oekotest.de: RSS-Feed

 
Startseite
 
 
KinderKosmetikGesundheitBauenErnährungGeldFreizeit

Übersicht Kinder / Baby / Familie
Testberichte aus dem Archiv
ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2010
Test
Babynahrung, Gläschenkost Gemüsebreie und Karottensäfte
Benzol im Brei
Babynahrung, Gläschenkost Gemüsebreie und Karottensäfte

Hinweis!Neuer Artikel vorhanden

ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2010
» Produkte anzeigen (21)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ J1001 ] anzeigen

Karottenpüree als Gläschenkost hat sich bewährt. Doch wir haben Schadstoffe gefunden, die in Babynahrung nichts zu suchen haben. Weil Benzol und Furan von offizieller Seite noch nicht bewertet oder neu entdeckt sind, werden sie von den Behörden auch nicht systematisch kontrolliert.

ÖKO-TEST hat 14 Gemüsegläschen, hauptsächlich in Bio-Qualität, ins Labor geschickt und auf Benzol und Furan sowie auf diverse weitere Schadstoffe untersuchen lassen. Außerdem prüften wir sieben Karottensäfte für Babys nur auf Benzol, die deshalb kein Gesamturteil bekommen.

Das Testergebnis

Fast alle Produkte enthalten krebserregendes Benzol und/oder Furan. In kleinen Mengen zwar, doch bevor es nicht mehr Forschungsdaten gibt, befolgen wir das Vorsorgeprinzip und werten so ab, dass nur noch wenige "gute" und "befriedigende" Produkte übrig bleiben.

In zwölf von 14 Gemüsegläschen steckt das krebserregende Benzol in Mengen über einem Mikrogramm pro Kilogramm (µg/kg) bis zu 2,8 µg/kg. Der Grenzwert für Trinkwasser liegt bei 1 µg/l. Weil die Gläschen nicht - wie Trinkwasser - ein Leben lang aufgenommen werden und das Baby auch weniger davon isst als es Wasser trinkt, werten wir weniger streng ab: um eine Note.

Die Karottensäfte haben wir nur auf Benzol untersuchen lassen. Alete Karotten 100 % Bio-Saft und Sunval Karottensaft Demeter weisen die höchsten Werte mit über 5 µg/l auf, Hipp und Kinella liegen über 3 µg/l. Werte, die den Säften nur noch ein "befriedigendes" Benzolurteil einbringen können. Im Saft von Martin Evers sind ähnliche Werte wie in den Gläschen enthalten.

Die Furanwerte sind in den meisten Gläschen erhöht, in den Alnatura Pastinake mit Kartoffeln und den Hipp Früh-Karotten mit Kartoffeln sogar stark erhöht.

So reagierten die Hersteller

Die Hersteller scheinen unsere Testergebnisse nicht sonderlich zu überraschen. Viele weisen darauf hin, dass es keine Beurteilungskriterien offizieller Stellen gäbe und sprechen von unvermeidbaren Mengen an Furan und Benzol, die sich bei der Zubereitung bilden. Hipp und Bebivita schreiben sogar, dass nach heutigem Kenntnisstand gemäß den Stellungnahmen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) kein Risiko für die Gesundheit ausgeht. Das können wir nicht nachvollziehen. Wir zitieren das BfR wie folgt zu Furan: "Eine abschließende Bewertung des gesundheitlichen Risikos, das mit Furan belastete Lebensmittel für den Verbraucher darstellen können, kann das BfR zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vornehmen. ...Da es sich bei Furan um eine erbgutverändernde und krebsauslösende Substanz handelt, muss vorrangig ermittelt werden, wie hoch die Exposition des Verbrauchers über Lebensmittel ist. ...Gleichzeitig sollten die Hersteller nach Möglichkeiten suchen, die Furangehalte in Lebensmitteln durch geeignete technische Maßnahmen zu senken" (Stellungnahme des BfR vom 10. Juni 2004, Vorkommen von Furan in Lebensmitteln). Und zu Benzol: "Benzol wird als krebserregend und keimzellschädigend angesehen, wobei nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis für derartige Stoffe keine Menge angegeben werden kann, die als unbedenklich gilt" (Stellungnahme Nr. 013/2006 des BfR; Hinweise auf eine mögliche Bildung von Benzol aus Benzoesäure in Lebensmitteln).

Es kamen sehr viele Gegengutachten zu Benzol von den Anbietern, die wir in den Anmerkungen wiedergeben. Wenn Werte chargengleicher Ware unterschiedliche Messwerte aufweisen, prüften wir den ganzen Vorgang nochmals und versuchten die Ursache herauszufinden. In diesem Fall hatten die Labore der Anbieter zwar jeweils dieselbe Methode verwendet wie wir, aber eine zehnfach höhere Bestimmungsgrenze als das von uns beauftragte Labor. Dann fällt die feine Differenzierung schwerer. Da es sich um kleine Mengen handelt, sollten analysierende Labore auf dem bestmöglichen Stand der Technik sein.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



Mehr Artikel zu diesem Themengebiet
Testbericht
Babynahrung, Gläschenkost Gemüsebreie: Glas? Klar!
Testbericht
Babyöle: Olio oho
Testbericht
UV-Schutzanzüge für Kleinkinder, Baden: Zweite Haut
Testbericht
Kinder- und Juniorzahncremes ohne Fruchtgeschmack
Testbericht
Kindergartenrucksäcke: Hau ruck!
Testbericht
Kinderjacken, Herbst & Winter: Und raus gehst Du!
Testbericht
Tragehilfen: Hängepartien
Testbericht
Matratzen, Kinder: Passt nicht
Testbericht
Reinigungstücher und feuchte Waschlappen
Testbericht
Kinderschuhe, Hausschuhe: In der Patsche

Augen auf beim Spielzeugkauf!
Umweltgifte und Schadstoffe
Hilfe aus dem Internet: Erziehungsberatung 2.0
Ein kleiner Pieks: Impfen. Ja? Oder Nein?
Probleme mit dem Gewicht: Wenn Kinder zu viel essen …

Leserfrage: ADHS bei Teenagern
Leserfrage: Keine Angst vorm Krankenhaus
Leserfrage: Geld für gute Noten kann zu Desinteresse führen
Leserfrage: Babykopfkissen sind überflüssig
Leserfrage: Umkippen bei Jugendlichen


 Kinder / Baby / Familie
TestberichteNachwirkungenThemenNewsLeserfragen
Online-ShopGewinnspielHefteServiceImpressum
ÖKO-TEST Dezember 2016
 
Tests
Neueste Testberichte
 News
+ + + 15. November 2016 + + +
Wenn auf Kinder Druck ausgeübt wird, früh "trocken" zu werden, kann dies Entleerungsstörungen begünstigen. Darauf hat ein Expertengremium des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BKJV) hingewiesen. » News lesen
+ + + 08. November 2016 + + +
Antibiotika sollten bei Kindern nur nach einer präzisen Diagnose und bei bakteriellen Infektionen zum Einsatz kommen, sagt Dr. Hermann Josef Kahl. Es gibt Alternativen. » News lesen
+ + + 17. Oktober 2016 + + +
Gefragt - geantwortet: Haare färben als werdende Mutter – wie hoch ist das Risiko, der eigenen Gesundheit und der des ungeborenen Kindes zu schaden? » News lesen
+ + + 10. Oktober 2016 + + +
Dank Vorbeugung ist die Karies in allen Altersgruppen auf dem Rückmarsch. Bei der Milchzahnkaries allerdings stagniert nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) der Rückgang. » News lesen
» mehr News anzeigen


Tweets von @oekotest


 Aktuelle Themen
Vegan für Kinder
Vegan für Kinder - Wenn die Eltern überzeugte Veganer sind, wollen sie die eigenen Kinder ebenfalls ohne tierische Lebensmittel ernähren. Experten raten zwar von einer veganen Ernährung bei Heranwachsenden ab. Doch sie geben jetzt klare Empfehlungen, wie es gehen kann. » Artikel lesen
Kinder impfen
Kinder impfen - Ja oder nein? Die Debatte darüber wird emotional geführt. Derzeit sieht der Impfkalender die Immunisierung gegen 13 Infektionskrankheiten innerhalb der ersten beiden Lebensjahre vor. Los geht es im Alter von sechs Wochen. » Artikel lesen
Wenn Eltern Kügelchen geben …
Wenn Eltern Kügelchen geben … - Ähnliches mit Ähnlichem heilen, das ist das Prinzip der Homöopathie. Gerade Eltern greifen gern auf Kügelchen & Co. zurück, um Beschwerden und Krankheitsanzeichen ihrer Kinder sanft zu lindern. Doch Ärzte warnen, die Mittel haben ihre Grenzen. » Artikel lesen
Grüne Klamotten im Schrank
Grüne Klamotten im Schrank - Eltern wollen für ihre Schützlinge Kleidung ohne Schadstoffe. Allerdings haben sie es nicht leicht, gute Ware zu erkennen. Die positive Nachricht: Fair produzierte und ökologische Kindermode wird immer mehr zum Thema. » Artikel lesen
» mehr Themen anzeigen

  An den Seitenanfang gehen
ÖKO-TEST vorbeugender Verbraucherschutz seit 1985 - unabhängig, objektiv, wissenschaftlich
ÖKO-TEST Dezember 2016
ÖKO-TEST Dezember 2016

Preis: 4.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
» Abo / ePaper
Das Rund ums Haus-Super-Paket
Das Rund ums Haus-Super-Paket

Preis: 24.80 €

» Paket kaufen
Spezial Bauen und Finanzieren
Spezial Bauen und Finanzieren

Preis: 5.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Das Kleinkinder-Super-Paket
Das Kleinkinder-Super-Paket

Preis: 29.80 €

» Paket kaufen
Das Kosmetik und Wellness-Super-Paket
Das Kosmetik und Wellness-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Jahrbuch für 2017
Jahrbuch für 2017

Preis: 9.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Bereiche & Rubriken
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Freizeit / Technik / Tiere


Aktuelles
Hefte im Überblick
Neueste Tests
ÖKO-TEST Verlag
Wir über uns
Kontakt
Impressum
Jobs bei ÖKO-TEST
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Investor Relations


Presse
Presse / Handel
Unsere Services
Datenschutz
Service
Newsletter
RSS Feed
Media
Mediadaten
ÖKO-TEST Label
MUM Kundenzeitung


social media
Gewinnspiel
facebook
twitter
google +
Forum


Online-Shop
Neue Hefte im Shop
Print-Abo
ePaper-Abo
ePaper-Ausgaben
Sparpakete
ARCHIV DVD



© ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt am Main