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ÖKO-TEST Januar 2010
TestSolar-Investments
Wolken vor der Sonne
Solar-Investments



Ohne die Kraft der Sonne wird auf der Welt schon bald nicht mehr allzu viel gehen - das ist die nüchterne Konsequenz aus dem zunehmenden Energiebedarf und der Knappheit fossiler Energieträger. Bereits 2020 sollen daher mindestens 20 Prozent und Mitte des Jahrhunderts mindestens 50 Prozent der globalen Energieversorgung durch Sonne, Wind, Wasser, Bio-Masse und Erdwärme gedeckt werden. Die wichtigste Säule im künftigen Mix aus erneuerbaren Energien kommt dabei der Solarenergie zu. Denn erstens ist ihr Ausbaupotenzial von allen erneuerbaren Energien am größten. Zweitens ist die Sonne ein gigantisches und nahezu unerschöpfliches Kraftwerk und drittens gibt es den Rohstoff kostenlos. Kein Wunder daher, dass sich laut Umfragen von Emnid und Allensbach mittlerweile 98 Prozent der Deutschen für eine stärkere Nutzung der Solarenergie aussprechen und immer mehr Hausbesitzer Solarmodule auf ihre Dächer montieren. Doch nicht nur die eigene Solaranlage liegt im Trend. Wer keine eigene Anlage installieren kann oder will, dem verspricht die Investmentbranche, saubere Profite aus der Nutzung der Sonnenenergie zu ziehen. Die Offerten reichen von Solaraktien über Aktienfonds und Zertifikate bis hin zu Beteiligungen, die Anleger zu Mitunternehmern an bestehenden oder noch zu errichtenden Solargroßanlagen machen.

Längst nicht alle Angebote versprechen jedoch eitel Sonnenschein. Für Solaraktien- und -Aktienfonds hat sich der Himmel in den vergangenen zwölf Monaten zum Beispiel stark verdunkelt. Infolge der Wirtschaftskrise, Problemen bei der Finanzierung von Großanlagen, Veränderungen bei den Förderprogrammen und zunehmender Konkurrenz durch preiswerte Solarmodule aus China sind die Kurse von Solaraktien steil abgestürzt - und nur wenige konnten sich bislang wieder erholen. Denn die Preise für Solarmodule stehen nach wie vor stark unter Druck. Dagegen erleben geschlossene Photovoltaikfonds, mit denen sich Anleger an Solarkraftwerken beteiligen und an der Stromerzeugung verdienen, in diesem Jahr geradezu einen Boom. Allein im ersten Halbjahr 2009 hat sich das Angebot an Neue-Energien-Fonds im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdoppelt. Anfang November machten Photovoltaikfonds mit einem Volumen von über 717 Mio. Euro bereits über 50 Prozent aller Offerten im Bereich Umwelt- und Erneuerbare Energien-Fonds aus. Stolze 611 Millionen Euro Anlegerkapital wollen die Solarfonds allein in den letzten beiden Monaten des laufenden Jahres noch einsammeln - und die Chancen stehen gut, dass ihnen dies auch gelingt. Denn die Kombination aus einem nachhaltigen Investment mit vermeintlich sicheren, stetigen Renditen verspricht Lichtblicke im Depot. "Dank gesetzlich garantierter Einspeisevergütung, einschätzbarer Solarstrahlung und inzwischen bewährter Technik bieten Solarfonds gute Renditeaussichten bei vergleichsweise geringem Risiko", meint zum Beispiel Daniel Kellermann, Geschäftsführer des unabhängigen Informationsportals www.greenvalue.de. Dazu trägt auch bei, dass Solarmodule mittlerweile als wenig verschleiß- und wartungsanfällig gelten. Die Hersteller garantieren auch nach 20 Jahren noch eine Energieausbeute von 85 Prozent. Und trotz besserer Qualität sind die Preise dafür in den vergangenen zwölf Monaten um rund 30 bis 40 Prozent gesunken. Solarfonds können also von günstigeren Einkaufspreisen profitieren.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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