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ÖKO-TEST Dezember 2009
TestMandarinen
Süße Früchtchen
Mandarinen



Über die Finger können die Schadstoffe von der Schale in den Mund gelangen

Auf fast allen konventionellen Produkten steht der Hinweis, das sie nach der Ernte mit Antischimmelmitteln wie Imazalil, Thiabendazol und/ oder Orthophenylphenol konserviert worden sind. Nur auf der Verpackung von The Greenery Mandarinen Ellendale von Norma fehlt dieser Hinweis. Da Rückstände von zwei Mitteln darin gefunden wurden, werten wir ab.

Vier Fünftel der untersuchten Mandarinen enthalten gleich mehrere Rückstände von Pestizidwirkstoffen; bis zu sieben in einer Probe. Auch wenn es sich nur um Spuren handelt, die wahrscheinlich nicht gesundheitsschädlich sind, werten wir fünf und mehr Rückstände ab. Mögliche Wechselwirkungen einzelner Stoffe untereinander und die Auswirkung auf die Gesundheit sind noch viel zu wenig erforscht.

So reagierten die Hersteller

Der Erzeuger der mit "ungenügend" bewerteten Happy Tree Satsumas von Penny bestreitet, den Wirkstoff eingesetzt zu haben. Er liefert uns diverse Gutachten aus dem Untersuchungszeitraum, in denen zwar geringfügige Rückstände auftauchten, Malathion allerdings nicht. Auch von Penny erhielten wir viele solcher Gutachten und die Information, dass der Erzeuger mit sofortiger Wirkung auf unbegrenzte Zeit für die Anlieferung gesperrt wurde. Auch vom Zwischenhändler Univeg wurde der Erzeuger vorsorglich bis zur Klärung der Sache gesperrt.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Mandarinen sind typische Saisonware, bei der Einkauf und Untersuchung besonders zeitnah erfolgen. Mitte September wurden die ersten Satsumas von unserem Einkäufer im Supermarkt entdeckt. Bis Ende Oktober kaufte er dann jeweils drei Proben zu unterschiedlichen Zeiten in jeder der Ketten ein.

Kritische Inhaltsstoffe

Im konventionellen Anbau von Zitrusfrüchten werden Wirkstoffe zum Schutz vor Pilzbefall, Insektenfraß und gegen Unkräuter verwendet. Besonders häufig kommen Stoffe wie Chlorpyrifos-Ethyl, Lambda-Cyhalothrin und Pyriproxifen gegen Insekten zum Einsatz. Imazalil und Thiabendazol werden meistens als Nachbehandlungsmittel verwendet, um die Früchte länger haltbar zu machen. Orthophenylphenol ist nur zur Nachbehandlung erlaubt. Neben den bekannten "Verdächtigen" tauchen auch immer wieder neue Wirkstoffe auf. Unser Speziallabor passt das jeweilige Untersuchungsspektrum deshalb kontinuierlich den neuen Gegebenheiten an. Mit drei verschiedenen Screeningmethoden sind die Früchte auf über 500 verschiedene Wirkstoffe untersucht worden.

Bewertung

Zunächst wird jede Probe einzeln bewertet. Das Gesamtergebnis ergibt sich aus dem Mittelwert von drei unterschiedlichen Chargen jeder Supermarkt- und Discounterkette. So werden zum einen die Erzeuger überprüft, zum anderen die Qualitätssicherungsmaßnahmen der jeweiligen Handelskette. Die Überschreitung von einer Höchstmenge führt immer zu einem ungenügenden Endergebnis: sowohl für die Einzelprobe als auch für das Paket. ÖKO-TEST ist strenger als der Gesetzgeber und beginnt stufenweise abzuwerten, wenn zehn beziehungsweise 50 Prozent der Höchstmenge oder 50 Prozent der Akuten Referenzdosis ausgeschöpft sind.




Inhalt

» Schlechte ÖKO-TEST-Ergebnisse verdarben vielen ...
» Eine der Happy Tree Satsumas von Penny ...
» Über die Finger können die Schadstoffe von der ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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