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ÖKO-TEST Dezember 2009
TestRäucherlachs
Toller Hecht?
Räucherlachs

Bekommt man für 2,79 Euro eine echte Delikatesse oder nur eine geballte Ladung Keime? Pünktlich vor Weihnachten haben wir Räucherlachs getestet und in einigen Marken Unappetitliches gefunden. Trotzdem können wir viele Produkte empfehlen.


Um den perfekten Lachs zu ergattern, nimmt es ein Angler auch mal mit einem Braunbären auf: Der Mann in der orange-roten Hose schleicht sich an das braune Fellungetüm heran, doch das verteidigt seine Beute mit kräftigen Prankenhieben. Erst ein gezielter Tritt zwischen die Hinterbeine des Tieres entscheidet den Kampf: Der Angler verschwindet mit einem prächtigen Lachs.

Der "Bear Fight" - Werbespot eines australischen Fischproduzenten, der hauptsächlich Dosenfisch herstellt - ist im Internet zum Kultvideo avanciert. Eines wird in dem Filmchen jedenfalls klar: Lachs gilt nicht nur bei uns Menschen als Delikatesse - wenngleich wir in der Realität nicht mehr darum kämpfen müssen. Denn mittlerweile wird der Fisch mit dem markanten orange-rötlichen Fleisch in Fischgeschäften und Supermärkten massenweise angeboten. Mit einem Pro-Kopf-Konsum von rund 1,7 Kilo Fanggewicht steht Lachs auf Platz drei der Hitliste der meist verzehrten Fische in Deutschland. Nur vom Alaska-Seelachs und vom Hering wird mehr gegessen.

Zum Erfolg hat aber nicht nur der Hauch von Luxus beigetragen, der dem Fisch anhängt, sondern auch der moderate Preis: Was einst exklusiven Buffets vorbehalten war, bekommt man heute für unter drei Euro pro Packung. Ist dieser Preis am Ende nur durch eine Massenproduktion möglich, bei der Farmlachse vollgepumpt mit Antibiotika zu Tausenden in Netzkäfigen im verdreckten Wasser ein trauriges Dasein fristen?

Karoline Andaur, Meeresschutzdirektorin beim WWF in Norwegen, wirkt fast ein wenig erstaunt, wenn man sie auf Antibiotikaeinsatz in norwegischen Lachsfarmen anspricht. In den späten 80er- und frühen 90er-Jahren sei dies ein ernstes Problem gewesen. "Heute geht der Einsatz gegen null", erklärt die Aquakulturexpertin. Man habe aus den Fehlern gelernt. Mittlerweile gehe es darum, mit allen Mitteln Krankheiten schon im Vorfeld zu vermeiden. Dazu würden Aquakulturen sehr streng vom Staat reglementiert. Schon bei der Standortwahl werde auf genügend Platz zwischen den Kulturen, eine hohe Wasserqualität, aber auch auf Wasserströmungen geachtet, damit sich Krankheiten nicht ausbreiten können.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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