Testberichte aus dem Archiv
ÖKO-TEST Jahrbuch Bauen, Wohnen, Renovieren für 2010

Hochdruckreiniger
Auf Spritztour

Terrasse und Gartenwege sind vor lauter Dreck und Flechten kaum noch zu erkennen? Dann greifen Sie zum Hochdruckreiniger: Drei Modellen in unserem Test können wir nach umfangreicher Prüfung ein "gut" attestieren. Der Original-Kärcher gehört aber nicht dazu.
Für die allermeisten Hochdruckreiniger, die in Baumärkten und Versandhäusern gekauft werden, dürfte die Reinigung der heimischen Garageneinfahrt oder der Zehn-Quadratmeter-Terrasse schon die größte Herausforderung sein. Doch das sind längst nicht die einzigen Anwendungsgebiete des Geräts: Auch Gartenmöbel, Garagentore, Rollläden, verdreckte Fugen, Rasenmäher und Boote werden mit der Sprühlanze ganz ohne Scheuern und Schrubben sauber. Mit Spezialschläuchen soll sogar ein verstopfter Abfluss wieder frei werden.
Wir wollten wissen, ob die handelsüblichen Hochdruckreiniger ihr Geld wert sind. In Baumärkten, Fachgeschäften und im Versandhandel haben wir neun Hochdruckreiniger gekauft. Im Test: Geräte der großen Marken für um die 200 Euro sowie drei kleinere, preiswertere Geräte für bis zu 70 Euro.
Das Testergebnis
Qualität hat ihren Preis. Für die Geräte, die wir empfehlen können, muss man schon etwa 200 Euro investieren. Doch das lohnt sich. Denn alle billigen Geräte hatten größere Macken. Das heißt aber noch lange nicht, dass man umgekehrt für gutes Geld auch immer hohe Qualität bekommt.
Die Geräte von Bosch, Nilfisk, Hornbach und Stihl überzeugten bei der Reinigung am meisten. Etwas schlechter schnitt das Gerät von Kärcher ab. Alle anderen Reiniger müssen sich in diesem Punkt mit der Bewertung "ausreichend" zufriedengeben. Denn hier blieb auch nach längerem Sprühen noch Schmutz zurück.
Im 100-stündigen Dauertest haben wir die Anwendung über etwa sieben bis zehn Jahre simuliert. Von den drei preiswerten Geräten hat keines den Test unbeschadet überstanden. Während beim Gerät von Westfalia "nur" der Schlauch schnell durchgescheuert war, ging beim Gerät von Hornbach die Pumpe nach knapp 30 Stunden kaputt. Der Motor des teuren Güde-Reinigers musste nach gut 60 Stunden passen.
Die Geräte sind ganz unterschiedlich ausgestattet. Teils werden Waschbürsten, ein abgewinkeltes Strahlrohr oder eine Flächenreinigungshaube mitgeliefert. Bei den preiswerteren Geräten von Mannesmann und Westfalia sowie beim viel teureren von Emak muss man auf eine Dreckfräse - einen rotierenden Aufsatz zum Entfernen von hartnäckigem Schmutz - verzichten. Ärgerlich: Bei allen Geräten bis auf die Geräte von Stihl und Emak waren die Sprühlanzen so kurz, dass größere Benutzer bei der Bodenreinigung gebeugt arbeiten müssen. Hier wurde ganz klar am falschen Ende gespart. Oder will man nur, dass wir teure Verlängerungsstücke kaufen?
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Beim Umweltschutz hapert es bei allen ...

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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