ÖKO-TEST Jahrbuch Bauen, Wohnen, Renovieren für 2010
Auf den Geldbeutel des Verbrauchers wirken sich die meisten Energiesparlampen also deutlich weniger aus, als viele Verbraucher denken: Angenommen die Lampe brennt zirka drei Stunden am Tag und damit rund 1.000 Stunden im Jahr, kann man im Schnitt 6,55 Euro pro Jahr sparen.
Da die Energiesparlampen zudem im Vergleich zur Glühlampe sehr aufwendig in Herstellung und Entsorgung sind, vergeben wir Minuspunkte, wenn eines der Testexemplare oder beide frühzeitig ausgefallen sind.
Elektrosmog
Die elektrischen Wechselfelder sind bei Energiesparlampen viel stärker als bei Glühbirnen und überschreiten in 30 Zentimeter Abstand deutlich die Werte, die die TCO-Zertifizierung für strahlungsarme Bildschirme vorschreibt und die hier technisch machbar sind. Dazu kommen noch höhere Frequenzen als Folge der elektronischen Vorschaltgeräte. "Diese intensiveren, härteren und Oberwellen- wie störreichen Felder über ein so weites Frequenzspektrum machen die Energiesparlampe zu einer erheblich schlechteren, verzerrten, schmutzigen Lichtquelle und zur Elektrosmogbelastung", fasst Baubiologe Wolfgang Maes zusammen. Damit ist die Energiesparlampe etwa am Arbeitsplatz überhaupt nicht geeignet. Einziger Trost: In einem Abstand von einem bis eineinhalb Metern sinkt die Elektrosmogbelastung auf ein tolerierbares Maß, wenn man die Richtwerte der TCO als Maßstab nimmt.
Material