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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2010
TestTiefkühlgarnelen
Aqua cadabra
Tiefkühlgarnelen

Vorbei die Zeiten, als Garnelen kleine, feine Leckerbissen für den besonderen Anlass waren. Heute gibt es sie in jedem Supermarkt - und fast immer von guter Qualität, wie unser Test bestätigt. In Sachen Nachhaltigkeit hagelt es jedoch Minuspunkte.


Die meisten Garnelen erreichen uns per Containerschiff aus Südostasien und Lateinamerika. Dabei wird ein immer größerer Anteil in Aquakulturen erzeugt - als Ausgleich für die spärlicher werdenden Wildfänge. Und natürlich, weil die steigende Nachfrage aus dem Meer allein gar nicht gedeckt werden könnte.

Eine gute Lösung stellen die Aquakulturen keineswegs dar. Sie verursachen ein ganzes Bündel an Problemen, angefangen beim Einsatz von Antibiotika bis hin zu verseuchten Abwässern, Böden und Konflikten mit der lokalen Bevölkerung. Manches hat sich in den letzten Jahren verbessert. Auch Ansätze für eine nachhaltigere Produktion wurden entwickelt. Der WWF Schweiz hat kürzlich die wichtigsten auf den Prüfstand gestellt. Ergebnis: Kein Programm ist im Hinblick auf ökologische, soziale und produktbezogene Standards optimal, manche Programme lassen sogar sehr zu wünschen übrig. Am besten beurteilt wurden Bio-Konzepte, etwa das Programm des deutschen Naturland-Verbands.

Doch auch von wild gefangenen Garnelen aus tropischen Ländern rät der WWF ab. Sie werden überwiegend mit extrem kleinmaschigen Grundschleppnetzen gefischt, die nicht nur Shrimps einsammeln, sondern auch große Mengen an Beifang. Da die Netze am Meeresboden entlangschleifen, werden außerdem empfindliche Öko-Systeme, etwa einzigartige Korallenriffe, für immer zerstört.

Wir ließen 19 Proben Tiefkühlgarnelen in Supermärkten, Discountern und Bio-Läden einkaufen und im Labor untersuchen. Bei der Auswahl beschränkten wir uns auf tropische Warmwassergarnelen. Neben den Laborergebnissen ging auch die deklarierte Produktionsmethode in die Bewertung ein.

Das Testergebnis

Ein "sehr gutes" Urteil haben wir nur einmal vergeben, und zwar für die Biopolar Bio Garnelen. Die übrigen Produkte sind "gut" oder "befriedigend", einmal nur "ausreichend".

Erfreulich positiv fällt die Produktqualität aus: So fand das beauftragte Labor erhöhte Keimzahlen lediglich in einer Probe und gesundheitsschädliche Keime gar nicht. Auch Antibiotikarückstände wurden nicht nachgewiesen, ebenso wie zu hohe Gehalte des Verderbnisparameters Indol.



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Inhalt

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» Punktabzug gibt es jedoch für den Zusatz von ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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