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ÖKO-TEST Jahrbuch Geld und Versicherungen für 2010
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Betriebliche Direktversicherungen sind nichts anderes als Rentenversicherungsverträge. Versichert ist der Arbeitnehmer. Ihm stehen alle Leistungen aus der Police zu. Versicherungsnehmer ist der Arbeitgeber. Er wählt den Anbieter aus, schließt die Police für seine Mitarbeiter ab und überweist die Beträge an die Versicherung.

Die Mitarbeiter können ihren Vertrag durch Auswahl oder Verzicht von Zusatzleistungen optimieren. Für Ehepaare beispielsweise lohnt meist ein Tarif mit Todesfallschutz. Allerdings gibt es solche Vertragszusätze nicht zum Nulltarif. Sie drücken auf die Höhe der Altersrente. Deshalb lohnt der Zusatz nicht für eingefleischte Singles. Sie können bis auf ein Sterbegeld von 8.000 Euro ohnehin nichts von der Betriebsrente vererben.

ÖKO-TEST hat insgesamt 224 Tarife zur Entgeltumwandlung von 26 verschiedenen Anbietern unter die Lupe genommen. Dabei handelt es sich durchweg um Klassiktarife mit Todesfallleistung. Geprüft wurden jeweils acht verschiedene Modellfälle.

Das Testergebnis

Betriebliche Direktversicherungen sind ein gutes Geschäft - in erster Linie für die Versicherer. Arbeitnehmer sollten dagegen sorgfältig überlegen, ob sich diese Form der Betriebsrente für sie wirklich lohnt. Das liegt nicht nur daran, dass gesetzlich Krankenversicherte - anders als bei der Privatvorsorge - auf die spätere Rente den vollen Beitragssatz für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung (insgesamt 17 bis 18 Prozent) zahlen müssen. Schon die Basisrendite dieser Vorsorgeform ist nicht gerade üppig. Das zeigt ein Blick auf die garantierten Renten ebenso wie auf die in Aussicht gestellten Renten mit Überschüssen.

Wer damit rechnet, lediglich 80 Jahre alt zu werden, kann nicht einmal sicher sein, seine gezahlten Beiträge in Form monatlicher Rentenleistungen zurückzuerhalten. Denn die Rendite auf die garantierte Rentenleistung liegt in diesem Alter durchweg im Minus. Der 35-jährige Mann schrammt mit -0,25 Prozent Rendite bestenfalls knapp an der Nullverzinsung vorbei. Schlimmstenfalls ist sein Kapital jedoch mit -0,85 Prozent geschrumpft. Noch schlechter sehen die Ergebnisse für Arbeitnehmer aus, die erst im Alter von 50 Jahren mit dem Ansparen der Betriebsrente beginnen. Fließt bei ihnen nur die Garantierente zurück, sind Verluste von -1,11 bis -1,87 Prozent pro Jahr vorprogrammiert. Den Erhalt des eingesetzten Kapitals erreichen 50jährige Männer erst im Alter von 84 bis 85 Jahren, 35jährige sind schon mit rund 82 Jahren dabei.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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