Startseite
Facebook - ÖKO-TEST gefällt mir
Twitter @oekotest
Google+
Mobile Webseite aufrufen
oekotest.de: RSS-Feed

 
Startseite
 
 
KinderKosmetikGesundheitBauenErnährungGeldFreizeit

Kosmetik / Körperpflege / Mode
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2010

21[ J0910 ]

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2010

Erschienen am 05. Oktober 2009

» weitere Inhalte anzeigen» weitere Hefte dieser Reihe anzeigen

Glossar

A

Abamectin ist ein Avermectin. Diese werden von Bakterien produziert und wirken nervengiftig, auch für Säugetiere. Die tolerable tägliche Aufnahmemenge für Abamectin ist wegen seiner akuten Nervengiftigkeit sehr gering. Zudem ist die Substanz sehr toxisch für Tiere in Gewässern, Bienen und Nützlinge.

Acrylamid ist eine toxische Substanz, die beim Backen, Braten, Rösten und Frittieren einer Vielzahl stärkehaltiger Lebensmittel entsteht. Acrylamid löst im Tierversuch Krebs aus und schädigt das Erbgut, was mit großer Wahrscheinlichkeit auch für den Menschen gilt. Den Wirkungen liegt kein Schwellenwert zugrunde, damit stellt jede noch so kleine Menge ein Risiko dar. Nach aktuellen Schätzungen nehmen Erwachsene im Durchschnitt täglich 0,5 bis 1 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm Körpergewicht auf, in Einzelfällen kann die Belastung wesentlich höher sein. Um die Acrylamidaufnahme zu begrenzen und weil viele Lebensmittel den Schadstoff enthalten, meinen wir, dass ein einzelnes Nahrungsmittel nicht mehr als zehn Mikrogramm pro Tagesportion beitragen sollte.

Alkohol ist in Medikamenten für Kinder generell unerwünscht. Zudem kann Alkohol in Medikamenten mit einigen Wirkstoffen unerwünschte Wechselwirkungen eingehen.

Allergisierende Dispersionsfarbstoffe: Stoffe wie Dispers-Rot 1, Dispers-Orange 3, Dispers-Blau 106/124, Dispers-Braun 1 und Dispers-Gelb 3. Dispers-Gelb 3 steht zudem im Verdacht, Krebs zu erregen.

Anilin: Farbstoffbaustein aus der Gruppe der aromatischen Amine. Im Tierexperiment ist Anilin krebserzeugend.

Antihistaminika: Mittel gegen Entzündungen. Können bei längerer Anwendung Allergien auslösen.

Antimon ist ein toxisches Spurenelement. Wenn es in das Blut gelangt, wirkt es sehr giftig. Antimon wird zur Produktion von Polyesterfasern oder als Flammhemmer eingesetzt. Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass Antimonverbindungen Haut und Schleimhäute reizen. Vermutlich lösen sie sich aus Kunststoff und Textilien. Antimonverbindungen belasten das Abwasser.

Aromatische Amine: Bausteine von Azo-Farben, von denen sich einige im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben. Viele Farbstoffe und Farbstoffbausteine, die in Haarfarben und Haartönungen zum Einsatz kommen, gehören zur Gruppe der aromatischen Amine, etliche davon haben ein hohes allergenes Potenzial. 22 aromatische Amine sind inzwischen EU-weit zum Färben von Textilien verboten.

Aromen: Biotechnologisch-natürliche, naturidentische und künstliche Aromen werden in Lebensmitteln eingesetzt, um Qualitätsunterschiede auszugleichen und das Produkt zu standardisieren.

Arsen ist ein giftiges Schwermetall. Es reichert sich im Körper an, führt zu chronischer Vergiftung und kann Haut- und Lungenkrebs auslösen. Anorganisches Arsen führt bei chronischer Vergiftung vor allem zu Erkrankungen der Nerven und der Haut.

B

Benzalkoniumchlorid: Konservierungsmittel, das die Haut reizen und Allergien auslösen kann.

Benzol: giftiger und krebserzeugender aromatischer Kohlenwasserstoff.

Betacarotin (auch Provitamin A genannt) ist als natürlicher Bestandteil in Obst und Gemüse enthalten. Problematisch ist Betacarotin, das in isolierter Form, etwa über Zusatzstoffe in Getränken oder Nahrungsergänzungsmitteln wie Vitaminpillen aufgenommen wird. Die Tagesdosis von 2 mg sollte dabei nach Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nicht überschritten werden, da Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie starke Raucher, die zu viel isoliertes Betacarotin zu sich nehmen, Gesundheitsschäden riskieren oder ihr Risiko erhöhen, an Krebs zu erkranken. Das BfR rät von einem Zusatz von isoliertem Betacarotin in Nahrungmitteln ab, weil es ernährungsphysiologisch unnötig ist und über verschiedene Zusätze in Getränken etc. leicht eine zu hohe Tagesdosis erreicht werden kann.

Blei: Schwermetall, das sich im Körper anreichern kann. Blei ist als nervengiftig bekannt und kann bei Kleinkindern das Gehirn schädigen. Schon geringe Mengen können zu Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Gewichtsabnahme führen.

Borsäure und Borsalze sind Zellgifte, die durch die Haut in den Körper dringen können. Bei Babys wirkten sie so giftig, dass sie zum Beispiel in Babycremes nicht mehr eingesetzt werden dürfen.

C

Calcium ist ein wichtiger Baustein von Knochen, Zähnen und Gewebe. Ob eine Anreicherung von Lebensmitteln mit Calcium den Knochenaufbau fördert, ist nicht belegt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, dass Nahrungsergänzungsmittel höchstens 500 mg Calcium pro Tagesdosis enthalten sollten.

Carbamate sind nervengiftig. Sie lösen vielfältige Vergiftungssymptome aus wie Speichelfluss, Muskeldegeneration, Herzjagen und Zittern. Sie wirken ähnlich wie Phosphorsäureester. Methiocarb ist akut sehr toxisch. Aus Zellversuchen gibt es Hinweise auf hormonelle Wirkungen von Methiocarb. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gefährdet Methiocarb in Schneckenmitteln Vögel und schädigt Regenwürmer. Informationen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zufolge, gehörte Methiocarb im Jahr 2007 zu den Pestiziden mit den häufigsten Höchstmengenüberschreitungen in Obst und Gemüse.

Cashmeran: Polyzyklischer Duftstoff, der in seiner Struktur stark den Æ polyzyklischen Moschus-Verbindungen ähnelt und sich wie diese im Fettgewebe des Körpers anreichert.

Chlorpyrifos: siehe Phosphorsäureester.

Climbazol ist als Mittel gegen Kopfschuppen wirksam, gehört jedoch zu den halogenorganischen Verbindungen.

D
Dauersender: Geprüft wird, ob das Gerät permanent gepulste Strahlung aussendet, unabhängig davon, ob Daten übertragen werden. Das Nova-Institut in Hürth hält es für nicht ausgeschlossen, dass eine permanente niedrige Strahlung gefährlicher ist als eine kurzzeitige höhere Strahlung. Dauerbelastungen sollten vermieden werden.

Delta-3-Caren gehört zu den Terpenen, das sind Lösemittel aus ätherischen Ölen. Sie können Augen, Haut, Schleimhaut und Atmungsorgane reizen, werden aber schneller abgebaut als künstliche Lösemittel. Ihr intensiver Geruch warnt sensible Menschen. Das Terpen Delta-3-Caren gilt als starkes Allergen.

Dibutylphthalat/Diethylhexylphthalat: Nach der Kosmetikverordnung § 1 dürfen Dibutylphthalat (DBP) und Diethylhexylphthalat (DEHP) in kosmetischen Mitteln nicht verwendet werden. Zulässig ist nur ihre Verwendung als Hilfsstoffe für die Herstellung, wenn sie aus dem kosmetischen Mittel vollständig oder zumindest so weit wieder entfernt werden, dass sie darin nur als technisch unvermeidbare beziehungsweise technologisch unwirksame Reste in gesundheitlich unbedenklichen Anteilen enthalten sind.

Dichlorvos: siehe Phosphorsäureester.

Diethylhexyladipat (DEHA) wird als Weichmacher hauptsächlich in Weich-PVC verwendet. Wegen seiner guten Fettlöslichkeit wandert DEHA bei engem Kontakt leicht aus PVC-Verpackungen in fetthaltige Lebensmittel. DEHA ist akut wenig giftig. In hohen Dosen ruft es bei Ratten Vergiftungen hervor.

Diethylphthalat wird unter anderem zur Vergällung von Alkohol eingesetzt, von der Haut aufgenommen und beeinflusst ihren Schutzmechanismus. Phthalate stehen im Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und außerdem wie ein Hormon zu wirken.

DINCH (Diisononylcyclohexan-1,2-dicarboxylat), vom Hersteller BASF auch Hexamoll genannt, ist ein Weichmacher, der als Alternative zur Gruppe der bedenklichen Phthalatweichmacher gilt. Der Stoff wurde von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für den Einsatz in Lebensmittelverpackungen und Medizinprodukten zugelassen. Grundlage dafür sind allerdings ausschließlich Studien des Herstellers bzw. Studien, die von BASF bezahlt wurden. Wie andere Weichmacher entweicht auch DINCH aus dem Material, über die Aufnahmemenge von DINCH ist noch nichts bekannt.

Duftstoffe, die Allergien auslösen können: Studien und Datenvergleiche des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK) zeigen, dass die Duftstoffe Eichenmoos (Evernia prunastri extract), Baummoos (Evernia furfuracea extract), Isoeugenol und Cinnamal sehr potente Allergene sind. Weniger potente, aber immer noch problematische Stoffe sind Cinnamylalkohol, Hydroxycitronellal und Lyral (= Handelsname, Inci: Hydroxyisohexyl 3-cyclohexene carboxaldehyde). Der IVDK ist ein Netzwerk von Hautkliniken, in dem die diagnostizierten Fälle von Kontaktallergie (pro Jahr > 10.000) zentral ausgewertet werden. Ziel: Früherkennung ansteigender Trends von bekannten und neuen Allergenen (www.ivdk.org).

E

Einwegflaschen belasten die Umwelt stärker als Mehrwegflaschen.

Eisen-III-Phosphat, ein Mineralsalz, verursacht bei Schnecken Veränderungen im Kropf und in der Mitteldarmdrüse. Nach der Öko-Verordnung ist es zugelassen, ebenfalls bei den Anbauverbänden.

F

Filmbildner sind in Aerosolhaarsprays problematisch: Sie können beim Sprühen tief in die Lunge gelangen und die Lungenfunktion stören. Besonders viele kleine einatembare Tröpfchen, mit einer Größe von 20 Mikrometer und weniger, entstehen bei Haarsprays mit Treibmittel. Aerosolsprays mit Pumpzerstäuber erzeugen etwas weniger einatembare Tröpfchen. Bei beiden Sprühtechniken sind jedoch rund 99 Prozent der Partikel lungengängig (5 µm und kleiner).

Fipronil: siehe Phenylpyrazole.

Nahrungsergänzungsmittel mit Fischöl, Lachsöl oder entsprechenden Konzentraten sind keine ökologische Alternative zu Fischmahlzeiten.

Flüchtige Anteile: In Silikonprodukten meist niedermolekulare Siloxane, die sich bei der Herstellung leicht ausheizen lassen. Ihr Gehalt in Schnuller aus Silikon darf laut DIN EN 1400-3 nicht mehr als 0,5 Prozent betragen.

Flüchtige organische Verbindungen (VOC) belasten die Raumluft und können beispielsweise zum Sick-Building-Syndrom führen, das mit Symptomen wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen einhergeht. Auf ein Gemisch von verschiedenen flüchtigen Substanzen, deren Summe als TVOC ausgewiesen wird, können Menschen sensibler reagieren, als auf einzelne Substanzen.

Fluorid macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Karies. Zu viel Fluorid kann aber zu Verfärbungen des Zahnschmelzes sowie zu einer mangelnden Elastizität der Knochen führen. Dadurch kann es verstärkt zu Knochenbrüchen (Osteosklerose) kommen. Mehr als 1 mg Fluorid pro Kilogramm Körpergewicht können akut toxisch wirken. Menschen, die Fluoridsalz verwenden, sollten die weitere Einnahme fluoridhaltiger Präparate unbedingt mit dem Arzt besprechen.

Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, der schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann. Wird Formaldehyd über die Atemluft aufgenommen, gilt die Substanz als krebserregend. Es kann zu Tumoren im Nasen- und Rachenbereich kommen.

Formaldehydharz (Bakelit o.Ä.) ist ein Kunststoff, zu dessen Herstellung krebsverdächtiges Formaldehyd benötigt wird und der nicht recycelbar ist.

Furan ist eine leicht flüchtige Substanz und kann beim Erhitzen von Lebensmitteln entstehen. Bisher wurde sie vor allem in Gemüse- und Fleischkonserven, Gläschenkost, Kaffee und Brot festgestellt. In Tierversuchen hat sich Furan als krebserregend und erbgutschädigend erwiesen, für den Menschen gilt der Stoff als potenziell krebserregend. Noch ist unbekannt, wie geringe Mengen dieser Substanz wirken. Auch zur Furanbelastung der Verbraucher liegen noch immer keine Daten vor.

G

Durch Bestandteile von gentechnisch veränderten Organismen gelangen neue Eiweiße in die Nahrung. Es ist möglich, dass diese Stoffe Allergien auslösen. Gen-Pflanzen bergen darüber hinaus ökologische Risiken, etwa durch Auskreuzung mit Wildpflanzen, die dann ebenfalls eine Herbizidresistenz entwickeln.

Studien ergaben, dass gepulste Strahlung die Hirnströme verändern, das Krebsrisiko erhöhen, das Immunsystem schwächen sowie Schlafstörungen verursachen kann.

H

Halogenorganische (bromierte) Flammschutzmittel sind vor allem ein Umweltproblem, da einige im Brandfall besonders leicht Dioxine bilden und daher beim Umweltzeichen Blauer Engel für Drucker und Notebooks verboten sind. Einige Stoffe, wie das auf Platinen häufig eingesetzte TBBA, reichern sich außerdem in der Umwelt an und wurden bereits in Muttermilch nachgewiesen.

Halogenorganische Verbindungen sind eine Gruppe von mehreren Tausend Stoffen, die Brom, Jod oder (meistens) Chlor enthalten. Viele gelten als allergieauslösend, manche erzeugen Krebs, fast alle reichern sich in der Umwelt an. Die Hersteller wenden oft ein, dass es unschädliche und sogar nützliche halogenorganische Verbindungen gibt. Dabei handelt es sich aber zumeist um natürliche, nicht um künstlich hergestellte Stoffe. Wegen der Vielzahl der halogenorganischen Verbindungen ist mit der Testmethode, die das von uns beauftragte Labor anwendet, die genaue Verbindung nicht feststellbar. Auch die Hersteller wissen meist nicht, welcher Stoff in ihrem Produkt vorkommt. Wer jedes Risiko meiden will, muss daher zu Produkten ohne halogenorganische Verbindungen greifen.
Hexanal gehört zu den Aldehyden und entsteht, wenn ungesättigte Fettsäuren, zum Beispiel in Leinöl, oxidieren. Es hat einen äußerst unangenehmen Geruch und kann Augen und Haut reizen.

Hydroxymethylfurfural (HMF) ist ein Zuckerabbauprodukt im Honig, das durch eine übermäßige Erwärmung und/oder lange Lagerung entsteht. HMF ist weder gesundheitsschädlich noch verändert es den Geschmack. Der Parameter dient zur Beurteilung der Naturbelassenheit von Honig. Laut Honigverordnung sind maximal 40 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) für Honig allgemein sowie maximal 80 mg/kg für tropische Honige erlaubt. Der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) schreibt für Qualitätshonig unter seinem Warenzeichen maximal 15 mg/kg vor.

I

Imidacloprid: siehe Neonicotinoide.

Invertase ist ein von den Bienen bei der Produktion des Honigs zugegebenes, sehr hitzempfindliches Enzym. Die Invertaseaktivität ist somit ein Qualitätsmerkmal für eine schonende Behandlung von Honig.

Isothiazolinone werden als Konservierungsmittel eingesetzt. Sie können Allergien auslösen und Augen und Haut reizen. Ein besonders hohes sensibilisierendes Potenzial haben die Chlorisothiazolinone.

K

Keimbelastung: Eine erhöhte Belastung mit Bakterien oder Keimen, egal ob gefährlich oder nicht, ist ein Hinweis auf hygienische Mängel oder auf ein zu langes Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD).

Kolophonium wird aus den Harzen von Kiefernholz gewonnen und kann bei Hautkontakt Allergien auslösen.

Kupfer: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, dass Nahrungsergänzungsmittel aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes kein Kupfer enthalten sollten, da die Versorgung aller Altersgruppen mit Kupfer bereits nahe an der tolerierbaren täglichen Aufnahmemenge liegt. Eine Überdosis Kupfer kann Leberschäden verursachen.

K-Wert: Parameter, mit dem in der chemischen Analyse von Olivenöl vor allem überprüft wird, wie frisch bzw. oxidiert ein Olivenöl ist. Der K-Wert ist mit einem Höchstwert in der EU-Olivenölverordnung geregelt.

L

L-Carnitin ist ein so genanntes Pseudovitamin. Im Gegensatz zu einem echten Vitamin kann es vom Körper selbst gebildet werden. Ein L-Carnitin-Zusatz in Lebensmitteln ist deshalb überflüssig.

Lidocain ist ein lokales Betäubungsmittel, das allergisierend wirken kann.

Lycopin ist der rote Tomatenfarbstoff. Der Gehalt steigt in der Regel mit dem Anteil und dem Reifegrad der verwendeten Tomaten. Lycopin gehört zu den Carotinoiden und kann die Gesundheit möglicherweise positiv beeinflussen.

M

3-MCPD-Fettsäureester entstehen bei der Raffination von pflanzlichen Speisefetten und Speiseölen. Sie liegen im Fettmolekül gebunden vor. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geht davon aus, dass es bei der Verdauung zu einer nennenswerten Freisetzung von 3-MCPD aus 3-MCPD-Estern kommt - solange nicht das Gegenteil belegt ist. Die Bewertung orientiert sich daher an freiem 3-MCPD, das in Tierversuchen die Nieren geschädigt und in hohen Dosen zur Bildung gutartiger Tumore geführt hat.

Mangan: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, dass Nahrungsergänzungsmittel kein Mangan enthalten sollten - wegen des geringen Abstandes zwischen der geschätzten Aufnahmemenge und den Mengen, bei denen unerwünschte Effekte beobachtet wurden. Eine zu hohe Manganzufuhr kann beim Menschen neurologische Störungen auslösen.

Metaldehyd ist moderat giftig. Metaldehydhaltige Schneckenmittel sind für Haustiere gefährlich und haben häufig zu Vergiftungen bei Hunden und Katzen geführt.
Methiocarb: siehe Carbamate

N

Natriumedetat (Natrium-EDTA): Der Komplexbildner wirkt indirekt konservierend und beeinflusst möglicherweise die Zellmembran auf ungünstige Weise.

Natur-Pyrethrum ist ein aus Chrysanthemenblüten gewonnenes Gemisch insektizider Wirkstoffe, sogenannte Pyrethrine. Es ist nervengiftig. Eingeatmet mit dem Sprühnebel kann Natur-Pyrethrum Kopfschmerzen und Brechreiz beim Menschen auslösen. Gelangt es ins Blut, wirkt es stark giftig. Zudem enthält Natur-Pyrethrum allergene Stoffe, weshalb Pyrethrine nach der MAK-Liste als hautsensibilisierend eingestuft sind. Natur-Pyrethrum zersetzt sich in der Umwelt rasch, besonders unter Einwirkung von Sonnenlicht. Es wird oft mit dem Beistoff Piperonylbutoxid kombiniert. Nach der Öko-Verordnung ist es erlaubt. Bei den Anbauverbänden Bioland, Demeter und Naturland ist der Zusatz von Piperonylbutoxid allerdings tabu.

Neemöl wird aus den Samen des Neembaums gewonnen, Hauptbestandteil ist Azadirachtin. Dieses lässt sich mittlerweile künstlich synthetisieren. Es wirkt toxisch auf die Larvenentwicklung vieler Insekten. Zudem wirkt es repellierend und als Fraßhemmer bei Mottenlarven. Gegenüber Wirbeltieren ist es relativ ungiftig. Neem ist nach der Öko-Verordnung erlaubt, ebenso bei den Anbauverbänden wie Bioland, Demeter und Naturland.

Neonicotinoide werden seit Anfang der 1990er-Jahre u.a. von Bayer Cropscience vermarktet und machen mittlerweile knapp 20 Prozent im weltweiten Insektizidmarkt aus. Wegen Resistenzen gegenüber den seit Langem eingesetzten Pyrethroiden, Organophosphaten und Carbamaten gewinnen sie an Bedeutung. Sie wirken ähnlich wie Nikotin, ein natürliches Insektizid, und sind für Insekten mehrfach toxischer als für Vögel und Säugetiere. Symptome einer Vergiftung mit Imidacloprid, das zu den Neonicotinoiden gehört, sind Müdigkeit, Krämpfe und Muskelschwäche. Aus neueren Studien gibt es für Imidacloprid Hinweise auf eine gentoxische Wirkung in Tierversuchen, deren Bedeutung zu negativen Befunden aus Studien zur Kanzerogenität abzuklären ist. Imidacloprid gilt als schwer abbaubar. Laut BVL gehörte Imidacloprid im Jahr 2007 zu den Pestiziden mit den meisten Grenzwertüberschreitungen in pflanzlichen Lebensmitteln. Thiamethoxam, ebenfalls ein Neoicotinoid, ist in Böden schwer abbaubar und giftig für Regenwürmer.

Niacin: Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, dass Nahrungsergänzungsmittel höchstens 17 mg Niacin pro Tagesdosis enthalten sollten. Das entspricht der empfohlenen täglichen Zufuhr. Dabei sollte das Niacin als Nicotinamid zugeführt werden. Nicotinsäure sollte wegen der höheren Toxizität nicht in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt werden.

Nickel: Schwermetall, kann gelöst bei empfindlichen Menschen Allergien mit einer Vielzahl von Symptomen auslösen, die oft nicht als Nickelallergie erkannt werden. Nickelstaub ist krebserregend.

Nickel-Cadmium-Akkus enthalten giftiges Schwermetall. Zudem lässt ihre Leistung bei häufigem vorzeitigen Wiederaufladen durch den Memoryeffekt nach.

Nitromoschus-Verbindungen: Künstliche Duftstoffe, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern. Moschus Ambrette gilt als nerven- und erbgutschädigend, deshalb ist die Substanz in der EU verboten. Der Einsatz der Nitromoschus-Verbindungen Moschus Xylol und Moschus Keton ist nur eingeschränkt zugelassen.

Nitrosamine können über die Haut, die Atemluft und oral aufgenommen werden und Krebs erzeugen. In Kosmetika gelangen sie durch verunreinigte Rohstoffe oder entstehen während der Lagerung, wenn bestimmte Inhaltsstoffe miteinander reagieren. In Latexprodukten entstehen sie bei der Umwandlung des flüssigen Rohstoffs in elastischen Latex. Nitrosamine können sich auch im Magensaft nach Genuss nitrathaltiger Lebensmittel bilden. Nitrosierbare Stoffe (nitrosierbare Amine) können im Körper in Nitrosamine verwandelt werden.

O

Optische Aufheller belasten die Umwelt, weil sie kaum abgebaut werden. Ihre Herstellung ist sehr aufwendig. Da die Weißmacher für Textilien nicht fest in der Faser gebunden sind, können sie mit dem Schweiß auf die Haut gelangen und bei gleichzeitiger Sonneneinstrahlung allergische Reaktionen hervorrufen.

P

Paraffine sind eine Sammelbezeichnung für unzählige künstliche Stoffe, darunter auch Vaseline, die breite Verwendung in Kosmetika und Arzneimitteln finden. Von einigen Paraffinen weiß man, dass sie sich in Leber, Niere und Lymphknoten anreichern können. Bei einem Paraffinwachs zeigten sich entzündliche Reaktionen der Herzklappen. Paraffine/Erdölprodukte/Silikone integrieren sich nicht so mühelos ins Gleichgewicht der Haut, wie die Bestandteile natürlicher Öle, die beispielsweise in Naturkosmetikprodukten stecken.

Auf Parfüm reagieren immer mehr Menschen allergisch.

PEG/PEG-Derivate verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett. Diese Stoffe können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. In Salben werden sie eingesetzt, um die Bestandteile gleichmäßig zu mischen; in Shampoos dienen sie auch als Tenside.

Pelargonsäure ist eine einfache, organische Säure. Sie ist ätzend, aber nicht giftig und baut sich binnen kurzer Zeit biologisch ab. Pelargonsäure wird gegen Unkräuter eingesetzt, bei Moos zerstört es die Zellwände. Zudem wird es zur Abwehr von Zecken und als Lockstoff für Fruchtfliegen verwendet. Nach Öko-Verordnung ist es nicht erlaubt.

Pestizide sind chemisch-synthetische Spritzgifte für Pflanzen, deren Anwendung und Rückstände Mensch und Umwelt gefährden. Geringe Rückstände, die immer wieder in Lebensmitteln entdeckt werden, stellen in der Regel kein akutes Gesundheitsrisiko dar. Problematisch kann aber die häufige Aufnahme geringer Pestizidkonzentrationen sein.

Phenylpyrazole sind nervengiftig. Die Wirkung der Wirkstoffe ist bei Insekten höher, sie sind jedoch auch für Säugetiere giftig. Fipronil aus dieser Wirkstoffklasse ist akut sehr toxisch, es ist persistent und sehr bienengiftig.

Phosphate werden Lebensmitteln etwa als Bindemittel zugesetzt.

Phosphororganische Verbindungen werden meist als Flammschutzmittel für Kunststoffe eingesetzt, aber auch als Weichmacher. Sie werden in der Regel gut von der Haut aufgenommen, wirken häufig nervengiftig und sind zum Teil möglicherweise krebserregend.

Phosphorsäureester sind nervengiftig. Im Vergleich zu den Carbamaten ist ihre Wirkung schwer reversibel und kann Stunden bis Tage anhalten. Einige Vertreter verursachen bleibende Schäden im Nervensystem. Die akute Giftigkeit nimmt von Dichlorvos (sehr giftig) über Dimethoat, Chlorpyrifos, Fenitrothion und Azamethiphos (niedrig) ab. Symptome beim Menschen sind etwa Hautkribbeln, Krämpfe, Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen oder Konzentrationsschwäche. Chlorpyrifos wirkt oft irreversibel. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes besteht beim Einsatz von Dichlorvos und Chlorpyrifos mit Biozidprodukten ein deutliches Gesundheitsrisiko. Im Jahr 2007 waren die Grenzwerte für Dimethoat und Fenitrothion in Obst und Gemüse häufig überschritten.

Phthalate stehen im Verdacht, Leber, Nieren und Fortpflanzungsorgane zu schädigen und außerdem wie ein Hormon zu wirken. In der Umwelt werden Phthalate kaum abgebaut. Im Juli 2005 hat das Europaparlament beschlossen, drei als fortpflanzungsgefährdend eingestufte Phthalate, nämlich Diethylhexylphthalat (DEHP), Dibutylphthalat (DBP) und Butylbenzylphthalat (BBP), in sämtlichen Spielzeugen und Babyartikeln zu verbieten. Drei weitere Vertreter dieser Stoffgruppe Diisononylphthalat (DINP), Diisodecylphthalat (DIDP) und Di-n-octylphthalat (DNOP) dürfen in Babyartikeln und Spielzeugen aus Weich-PVC, die von Kindern in den Mund genommen werden können, nicht mehr enthalten sein.

Piperonylbutoxid ist ein Synergist, der die Wirkung eines Wirkstoffs verstärkt. Es verhindert im Insektenkörper, dass die Wirkstoffe abgebaut und unschädlich gemacht werden.

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK): Einige dieser Stoffe sind krebserzeugend, die meisten besitzen einen eindringlichen Geruch. Der bekannteste, gesundheitlich relevante Vertreter der PAK ist Benzo(a)pyren. PAK können über die Nahrung, die Atemwege und die Haut aufgenommen werden.

Polyzyklische Moschus-Verbindungen: Künstliche Duftstoffe, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern. Neuere Tierversuche geben Hinweise auf Leberschäden.

PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe bilden in der Müllverbrennung gesundheitsschädliche Dioxine und belasten die Umwelt bei Herstellung und Entsorgung. Weich-PVC enthält große Mengen gesundheitsschädlicher Weichmacher.

Pyrethroide sind künstlich synthetisierte Nachbauten natürlicher Pyrethrine. Sie sind nervengiftig, allerdings stabiler als Pyrethrine. Mittel mit Pyrethroiden können mehrere Wochen bis Monate wirksam sein. Einige Pyrethroide wie Cypermethrin, Lambda-Cyhalothrin oder Tetramethrin zeigten in Zellversuchen eine hormonelle Wirkung. Mögliche Symptome beim Menschen sind bei Hautkontakt etwa Taubheit, Jucken oder Brennen. Pyrethroide wie Permethrin sind nicht nur in Mitteln gegen Ungeziefer enthalten, es werden damit auch Teppiche ausgerüstet. Zudem stecken Pyrethroide in Produkten für Haustiere, etwa in Flohmittel.

R

Rearomatisierung, schwach: Die Kennzeichnung "aus Orangensaftkonzentrat" (oder Apfelsaftkonzentrat bzw. jeweilige andere Frucht) bedeutet, dass dem Saft im Erzeugerland Wasser und Aroma getrennt entzogen und in Deutschland wieder zugefügt wurden. Häufig sparen die Hersteller dabei an Aromastoffen. Wenn in der Wasserphase eines solchen Saftes weniger als die Hälfte der Aromastoffe der Estergruppe enthalten sind als in einem durchschnittlichen Direktsaft, spricht man von schwacher Rearomatisierung der Wasserphase. Wenn es weniger als ein Drittel der Aromastoffe eines durchschnittlichen Direktsaftes enthält, ist die Rearomatisierung viel zu schwach.

Reibechtheit: Textilien sind reibecht, wenn bei mechanischer Beanspruchung nichts abfärbt.

Das Färbemittel Resorcin hat bei Versuchen mit menschlichen Blutzellen zu Chromosomenveränderungen geführt.

S

Der SAR-Wert gibt Auskunft über die Erwärmung, die Handystrahlung im Kopf des Benutzers verursacht. Je niedriger der Wert, desto besser. Dieser wird seit einiger Zeit von den Herstellern einheitlich nach DIN EN 50361:2001 erhoben und in der Bedienungsanleitung abgedruckt. Der international empfohlene Höchstwert der Organisation ICNIRP beträgt 2,0 Watt/Kilogramm (W/kg). Die schwedische TCO vergibt ihr Label an Handys mit Werten unter 0,8 W/kg, für den Blauen Engel müssen 0,6 W/kg eingehalten werden. Das kritische Nova-Institut empfiehlt als Vorsorgewert ein Zehntel des internationalen Höchstwerts.

Das Spurenelement Selen ist als Bestandteil verschiedener Enzymsysteme lebensnotwendig. Die in Deutschland mit der Nahrung aufgenommenen Selenmengen sind zwar sehr unterschiedlich und liegen eher am unteren Rand der empfohlenen Dosierung. Dennoch ist in Europa, anders als in China, kein Selenmangelsyndrom bekannt. Daher gibt es keinen zwingenden Grund, Selen ungezielt über Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen, zumal es in sehr hohen Dosierungen giftig ist. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, dass Nahrungsergänzungsmittel höchstens 30 µg Selen pro Tagesdosis enthalten sollten. Eine neuere Studie weist bei täglicher Selenzufuhr über NEM ein knapp 50 Prozent höheres Risiko nach, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Selen wird in der begleitenden Krebstherapie eingesetzt: Die Krankheit belastet das Immunsystem, sodass ein Selenmangel entstehen kann. Eine Krebsvermeidung durch die vorbeugende Einnahme von Selen ist aber nach heutigem Wissensstand nicht möglich.

Selendisulfid reguliert die übermäßige Talgproduktion. Nach EU-Kosmetikrichtlinie ist ein Einsatz von bis zu einem Prozent in Antischuppenshampoos erlaubt, allerdings mit dem Warnhinweis: "Enthält Selendisulfid! Kontakt mit Augen und gereizter Haut vermeiden." Als Nebenwirkung wird eine relativ starke Entfettung der Kopfhaut und, wenn schlecht nachgespült wird, eine orange Färbung von grauem Haar beobachtet.

Vom Einsatz der Selenhefe rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Nahrungsergänzungsmitteln ab, da hierfür keine gleichbleibende Qualität gewährleistet werden kann.

Sensorik ist die Beurteilung von Nahrungsmitteln nach Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack.
Spinosad ist nervengiftig und wirkt im Insektenkörper vergleichbar den Neonicotinoiden. Es ist nach der Öko-Verordnung erlaubt. Der Einsatz bei den Anbauverbänden wie Demeter, Naturland und Bioland ist umstritten, da es sehr giftig für Bienen ist.

Die Strahlungsstärke, wissenschaftlich als Leistungsflussdichte bezeichnet, gibt an, wie viel Sendeenergie auf eine bestimmte Fläche einwirkt. Das Ecolog-Institut in Hannover ist bei der Auswertung von hundert Mobilfunkgutachten zu deutlichen Hinweisen gekommen, dass eine Strahlungsstärke von 10.000 µW/m² Gehirnfunktionen wie Gehirnströme, das Reaktionsvermögen oder die Blut-Hirn-Schranke beeinflusst. Zudem mehren sich Hinweise, dass die Strahlung Erbgutschäden und Krebs fördern kann. Professor Gerard Hyland hat sich im März 2001 in einem von der Wissenschaftsdirektion des Europäischen Parlaments veröffentlichten Papier für einen Vorsorgewert von 100 µW/m² ausgesprochen. Noch strengere Maßstäbe legen der Medizinphysiker Dr. Lebrecht von Klitzing (10 µW/m²) und die Landessanitätsdirektion Salzburg (1 µW/m²) an. ÖKO-TEST hat die Empfehlung von Professor Hyland als Grundlage der Bewertung genommen.

Styrol: Krebsverdächtiger aromatischer Kohlenwasserstoff. Styrol wird im Körper nahezu vollständig zu 7,8-Styroloxid umgewandelt, das im Tierversuch krebserregend ist. Styrol ist der Baustein von Polystyrol.

Künstliche Süßstoffe, die oft gentechnisch hergestellt werden, sind zwar kalorienfrei, helfen aber Studien zufolge trotzdem selten beim Abnehmen. Sie können die Geschmacksnerven an die süße Kost gewöhnen und sogar Appetit auf mehr davon machen. Ziel einer gesunden Ernährung ist es aber, insgesamt weniger süß zu essen.

T

Tartrazin ist als Lebensmittelfarbstoff (E 102) und als Kosmetikfarbstoff (CI 19140) zugelassen. Seine schädliche Wirkung wird diskutiert, es besteht ein starker Verdacht, dass er bei oraler Aufnahme pseudoallergische Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen kann wie Hautausschläge, Juckreiz, Asthma, Ödeme oder Schnupfen. Ob auch Mengen, die beispielsweise aus Lippenstiften aufgenommen werden, Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen können, ist unklar.

Toluol gehört zu den aromatischen Kohlenwasserstoffen. Der Stoff gilt als fortpflanzungsgefährdend sowie fruchtschädigend und kann je nach Konzentration zu Nerven-, Nieren- und möglicherweise sogar zu Leberschäden führen. Im Gefahrenstoffrecht wird Toluol als "gesundheitsschädlich beim Einatmen" bezeichnet.

Triclosan greift in die Enzymaktivitäten der Leber ein, was den Abbau anderer Schadstoffe beeinträchtigen kann. Triclosanhersteller bestreiten das. Es ist zudem oft mit Dioxin verunreinigt, das sich im Körper anreichern kann. Einige Dioxine lösen schon in geringen Mengen Chlorakne aus, mindestens eins erzeugt Krebs. Triclosan wurde bereits in der Muttermilch nachgewiesen, kann Allergien auslösen und steht im Verdacht, die Resistenz von Bakterien auch gegen Antibiotika zu fördern.

Triphenylphosphat: Phosphororganische Verbindungen, die als Weichmacher und Flammschutzmittel eingesetzt wird und ein Kontaktallergen ist. Beim Einatmen kann es die Schleimhäute reizen.

U

Umkartons belasten die Umwelt unnötig und sind nur akzeptabel, wenn sie eine Glasverpackung schützen oder mehrere Teile/Produkte beinhalten.

Bedenkliche UV-Filter: Etliche chemische UV-Filter sind in den Verdacht geraten, wie Hormone zu wirken. Für die Filter 4-Methyl-Benzylidencamphor (4-MBC bzw. MBC), Ethylhexyl-Methoxycinnamate (Octylmethoxycinnamate, OMC), 3-Benzylidencamphor (3-BC), Benzophenone-1 (BP1), Benzophenone-2 (BP2), Benzophenone-3 (Oxybenzon) wurde die hormonelle Wirksamkeit im Tierversuch gezeigt. Bei den Filtern Homosalate (Homomenthylsalicylat bzw. HMS), Octyl-Dimethyl-Para-Amino-Benzoic-Acid (OD-PABA), Octocrylene und Etocrylene liegen Hinweise auf eine hormonelle Wirkung aus Zellversuchen vor. Einige der Filter werden von der Haut aufgenommen und sind in der Muttermilch nachzuweisen. Benzophenone-1, Benzophenone-2 und Etocrylene sind in der EU nicht als Sonnenschutzfilter zugelassen, können aber als Zusatzstoffe eingesetzt werden. Benzophenone-2 kann als Zusatzstoff in Parfümölen stecken.

V

Vitamine, künstliche/zugesetzte: Lebensmittel, die mit künstlichen Vitaminen angereichert werden, haben nicht die gleichen positiven Effekte wie Nahrung, die von Natur aus reich an Vitaminen ist. Sie können eine gesunde Ernährung nicht ersetzen.

Vitamin D ist unter anderem für den Knochenaufbau wichtig. Starke Vitamin-D-Überdosierungen können aber schwere Vergiftungen hervorrufen, die auf einen zu hohen Calciumspiegel im Blut zurückzuführen sind und im schlimmsten Fall Nierenversagen zur Folge haben. Präparate, die höher als 25 Mikrogramm (µg) Vitamin D pro Tag dosiert sind, sind verschreibungspflichtig. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, dass Nahrungsergänzungsmittel höchstens 5 µg Vitamin D pro Tagesdosis enthalten sollten.

Vitamin E: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, dass Nahrungsergänzungsmittel höchstens 15 mg Vitamin E pro Tagesdosis enthalten sollten.

Vitamin K: Das fettlösliche Vitamin ist an der Synthese von Proteinen beteiligt, die bei der Regulation der Blutgerinnung und der Knochenmineralisation eine Rolle spielen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, dass Nahrungsergänzungsmittel höchstens 80 µg Vitamin K pro Tagesdosis enthalten sollten.

Z

Zertifizierte Naturkosmetik verzichtet weitgehend auf synthetische Inhaltsstoffe und unterliegt strengen Kriterien, deren Einhaltung überprüft wird. Folgende Labels stehen für echte Naturkosmetik: BDIH Kontrollierte Natur-Kosmetik, Ecocert, Demeter und NaTrue.

Zink: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, dass Nahrungsergänzungsmittel für Kinder unter 18 Jahren kein Zink enthalten sollten, weil die Zinkversorgung von Kindern und Jugendlichen durch die Nahrung bereits so gut ist, dass kein Spielraum für eine zusätzliche Zinkzufuhr besteht. Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge könnte sonst überschritten werden. Für Erwachsene rät das BfR zu höchstens 2,25 mg Zink pro Tagesdosis in Nahrungsergänzungsmitteln.
Zinkpyrithion gilt als hautreizend und kann allergische Reaktionen hervorrufen. Die Einsatzkonzentration von Zinkpyrithion in Kosmetika ist beschränkt
Zinnorganische Verbindungen: Stoffe wie Dibutylzinn (DBT) und Tributylzinn (TBT) sind sehr giftig und in der Umwelt meist nur schwer abbaubar. Bereits sehr kleine Mengen dieser beiden Substanzen genügen, um das Immun- und Hormonsystem von Tieren und vermutlich auch des Menschen zu beeinträchtigen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) spricht sich dafür aus, dass TBT-Verbindungen in Textilien mit Hautkontakt grundsätzlich nicht verwendet werden sollten. Andere zinnorganische Verbindungen sind zwar nicht ganz so giftig, können sich in höheren Konzentrationen aber vermutlich ebenfalls nachteilig auswirken.

Zucker (inkl. Maltodextrin) verursacht Karies und fördert die Gewöhnung an Süßes. Das gilt nicht nur für Haushaltszucker (Saccharose), sondern auch für Glucose, Fructose, Honig und Fruchtdicksäfte. Der Mehrfachzucker Maltodextrin schmeckt zwar kaum süß, wird aber relativ schnell zu Glucose abgebaut. Zucker ist wahrscheinlich auch an der Entstehung von Übergewicht beteiligt (WHO, 2003).


 Kosmetik / Körperpflege / Mode
TestberichteNachwirkungenThemenNewsLeserfragen
Online-ShopGewinnspielHefteServiceImpressum
ÖKO-TEST November 2014
Online-Service für Abonnenten
 - ANZEIGE -
<b>HARO Parkett & Laminat ist wohngesund, nachhaltig und Made in Germany. Natürlich mit Blauem Engel!</b>

 
HARO - Endlich Zuhause
HARO Parkett & Laminat ist wohngesund, nachhaltig und Made in Germany. Natürlich mit Blauem Engel!
 News
+ + + 14. Oktober 2014 + + +
Eindeutig Bio: Das Naturkosmetik-Siegel Natrue erkennt jetzt nur noch die Rohstoffe als "bio" an, die den Kriterien von Ifoam (International Federation of Organic Agriculture Movement) entsprechen. » News lesen
+ + + 08. Oktober 2014 + + +
Lascher Standard: Naturkosmetikverbände kritisieren die geplante ISO-Norm. Konventionelle Kosmetikfirmen würden Einfluss nehmen, lautet ein Vorwurf. » News lesen
+ + + 02. Oktober 2014 + + +
Berlin gilt als die Hauptstadt des Upcycling. Eine interaktive Übersichtskarte mit Läden, Showrooms und Änderungsateliers hilft weiter. » News lesen
+ + + 29. September 2014 + + +
Vom Anbau der Baumwolle bis zur letzten Naht: Hessnatur produziert Jeans, bei denen nicht nur Bio-Baumwolle verwendet wird, sondern alle Schritte ökologisch nachhaltig und fair sind. » News lesen
» mehr News anzeigen


Tweets von @oekotest


 Aktuelle Themen
Kosmetik aus dem Discounter
Kosmetik aus dem Discounter - Die Eigenmarken bei konventionell hergestellter Kosmetik sind nicht nur günstiger, sondern oft auch qualitativ besser als teure Markenware. Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, bestellen Sie das ÖKO-TEST-Magazin 04/2014 unter www.oekotest.de » Artikel lesen
Shoppen mit gutem Gewissen
Shoppen mit gutem Gewissen - Inzwischen weiß es fast jeder: Näherinnen schuften oft unter unmenschlichen Bedingungen für unsere Klamotten. Und die Modefirmen reagieren. Fast jede beteuert, ethisch verantwortungsvoll zu handeln Doch das sind häufig Lippenbekenntnisse. » Artikel lesen
Grüne Tube
Grüne Tube - Wenn auf einer Creme "natürlich" steht, ist nicht unbedingt Naturkosmetik drin. Sicherheit geben nur kontrollierte Naturkosmetiksiegel. ÖKO-TEST erklärt und bewertet die wichtigsten Label. » Artikel lesen
Faire Kosmetik? Eher selten!
Faire Kosmetik? Eher selten! - Viele Naturkosmetikfirmen unterstützen faire Anbauprojekte in anderen Ländern. Leider sagen jedoch die üblichen Siegel nicht viel über das Engagement der Hersteller aus. » Artikel lesen
» mehr Themen anzeigen

  An den Seitenanfang gehen
ÖKO-TEST vorbeugender Verbraucherschutz seit 1985 - unabhängig, objektiv, wissenschaftlich
ÖKO-TEST November 2014
ÖKO-TEST November 2014

Preis: 4.50 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
» Abo / ePaper
Das Rund ums Haus-Super-Paket
Das Rund ums Haus-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Spezial Bauen, Kaufen, Finanzieren
Spezial Bauen, Kaufen, Finanzieren

Preis: 5.00 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Das Essen und Geniessen-Super-Paket
Das Essen und Geniessen-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Das Gesundheit und Fitness-Super-Paket
Das Gesundheit und Fitness-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Das Kleinkinder-Super-Paket
Das Kleinkinder-Super-Paket

Preis: 29.80 €

» Paket kaufen
Bereiche & Rubriken
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Freizeit / Technik / Tiere


Aktuelles
Hefte im Überblick
Neueste Tests
ÖKO-TEST Verlag
Wir über uns
Kontakt
Impressum
Jobs bei ÖKO-TEST
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Investor Relations


Presse
Presse / Handel
Unsere Services
Datenschutz
Service
Newsletter
RSS Feed


Abonnenten
Download-Service
Media
Mediadaten
ÖKO-TEST Label
MUM Kundenzeitung


social media
Gewinnspiel
facebook
twitter
google +
Forum


Online-Shop
Neue Hefte im Shop
Print-Abo
ePaper-Abo
ePaper-Ausgaben
Sparpakete
ARCHIV DVD



© ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt am Main