Testberichte aus dem Archiv

Bettdecken
Im Schla(f)raffenland
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14:15 Uhr. Der Chef redet, die Konferenz ist wichtig, das Thema nicht uninteressant, aber keine Chance: Gerade noch der Gedanke "jetzt aber gut zuhören" und plötzlich wird mir klar, dass meine Augen geschlossen sind. Wie lange schon? Ich fahre erschrocken hoch, kneife mich in die Hand. Doch nach einer Minute beginnen die Augen wieder, sich zu drehen ...
Der Mensch funktioniert nicht immer gleich gut. Etwa alle vier Stunden haben wir ein Tief. Am stärksten ist der Absturz am frühen Nachmittag. Dass ein kurzer Mittagsschlaf hier Wunder wirken kann, ist bekannt und doch ein Pfui-Thema an den meisten Arbeitsplätzen - tagsüber schlafen hat den Anruch von Faulheit und mangelnder Leistungsbereitschaft.
Dabei gilt als erwiesen, dass die Leistungsfähigkeit am Nachmittag durch ein paar Minuten Dösen enorm zu steigern wäre. Nach einer griechischen Studie haben Männer, die systematisch Mittagsschlaf halten, zudem ein deutlich niedrigeres Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben. "Die meisten Fehler in Arbeitsprozessen und die meisten Unfälle passieren am Mittag und frühen Nachmittag", weiß der Regensburger Schlafforscher Professor Jürgen Zulley. "In Deutschland hat der Mittagsschlaf aber leider immer noch keine Lobby."
Natürlich gibt es auch ohne offizielle Mittagsschlafkultur Gelegenheiten, mal die Augen zu schließen. Manche schleichen sich ins Auto in der Tiefgarage. Andere nutzen die Möglichkeit, die Bürotür mal zuzumachen. Laut Zulley ist ein normaler Schreibtischstuhl mit Kopfstütze ideal. Länger als 30 Minuten sollte man ohnehin nicht wegsegeln, weil man dann schwer wieder richtig wach wird.
Die romantische große Bettdecke für zwei ist meistens nicht für beide ideal
Für alle, die tagsüber immer hellwach sein oder wirken müssen, wird der nächtliche Schlaf umso wichtiger. Er muss gut klappen, uns fit machen für den ganzen nächsten Tag. Eine wichtige Voraussetzung ist eine Bettdecke, die weder zu warm noch zu kalt ist. "Das Problem bei einer zu dicken Decke ist, dass man sich im Schlaf teilweise abdeckt, und das kann dann zu Verspannungen führen. Und wem zu kalt ist, der kann schlechter einschlafen", erklärt Dr. Florian Heidinger, Leiter des Ergonomie-Instituts in München. Frauen produzieren weniger Eigenwärme. Für einen ruhigen Schlaf sei die romantische gemeinsame Bettdecke deshalb meistens nicht optimal, meint der Experte. Wenn die Temperaturen im Schlafzimmer mit den Jahreszeiten wechseln, sollte man sich außerdem unterschiedlich warme Decken zulegen. Das gilt besonders für Mit-offenem-Fenster-Schläfer.
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