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ÖKO-TEST Oktober 2009
TestMittel gegen Blasenentzündung, Cranberrypräparate
Pipifax
Mittel gegen Blasenentzündung, Cranberrypräparate



Wenn es beim Wasserlassen mal wieder brennt, sich der Harndrang verstärkt und frau häufiger als sonst zur Toilette rennt, dann hat sie’s mal wieder erwischt: eine Harnwegsinfektion. Diese überaus häufige Erkrankung erleidet jedes Jahr eine von 20 Frauen. Betroffen sind vor allem jüngere, sexuell aktive Frauen, viele mehrfach im Jahr.

Dass Frauen viermal häufiger an einer Harnwegsinfektion leiden als Männer, liegt zum einen an ihrer deutlich kürzeren Harnröhre. Zum anderen liegen Scheide und Darmausgang eng beieinander, sodass es bei falscher Hygiene zu einer Schmierinfektion kommen kann und Bakterien aus dem Darm in die Harnröhre gelangen. Vier von fünf Infektionen verursacht das Bakterium Escherichia coli.

Ohne Risikofaktoren wie Harnsteine, Tumore, Katheter oder Diabetes verläuft die Mehrzahl der Harnwegsinfekte unkompliziert. Nierenschäden sind nicht zu befürchten.

Leichtere unkomplizierte Harnwegsinfektionen kann frau selbst behandeln. Im Vordergrund steht das Durchspülen, das heißt, möglichst viel trinken, um die Bakterien auszuschwemmen. Eine solche Behandlung kann auch zusätzlich zu einer Antibiotikatherapie sinnvoll sein oder wenn der Arzt problematische Keime ausschließen kann.

Seit einiger Zeit drängt die aus Nordamerika stammende Cranberry auf den Markt. Wieder einmal waren es die indianischen Ureinwohner, die die Bedeutung der Beere fürs Wohlbefinden und die Gesundheit erkannt haben sollen. Jetzt gibt es sie als getrocknete Frucht, Saft, Konzentrat, Pulver, abgefüllt in Kapseln oder zu Tabletten gepresst. Cranberryhaltige Nahrungsergänzungsmittel werden mit Auslobungen wie "Unterstützung einer gesunden Blasenfunktion", "kann die Widerstandskraft der Blasenschleimhaut stärken" oder - ganz detailliert - "trägt bei zur Verringerung der Festsetzung bestimmter E.-coli-Bakterien an Blase und Harnwegen" vermarktet.

Tatsächlich hat die Forschung gerade für die letzte Aussage Hinweise darauf gefunden, warum Cranberrys so wirken könnten: Sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Proanthocyanidine, sollen nicht nur für die kräftige antioxidative Wirkung verantwortlich sein, sondern auch das Anheften krankmachender E.-coli-Bakterien an die Blasenwand verhindern.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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