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ÖKO-TEST August 2009
TestGeldanlage
Sicher durch die Krise
Geldanlage



In einem solchen Szenario sind Aktien, Rohstoffwerte und Immobilien Trumpf. Denn Sachwertanlagen bieten den besten Inflationsschutz, Staatsanleihen verlieren dagegen ihren Reiz als sicheren Hafen - zumal steigende Zinsen auf die Kurse drücken. Auch Sparbücher und Sparbriefe bieten keinen ausreichenden Inflationsausgleich. Allenfalls mit Tagesgeld- oder kurzfristigen Festgeldanlagen sind Sparer dann etwas besser dran - sofern steigende Zinsen auch rasch an die Kunden weitergegeben werden. Die Goldanlage ist dagegen reizlos, solange die Inflation keine zweistelligen Raten erreicht.

Szenario D: Die Hyperinflation

Die zur Bekämpfung der weltweiten Wirtschaftskrise aufgelegten, milliardenschweren Konjunkturpakete lassen die Haushaltsdefizite der Industrienationen derzeit explosionsartig wachsen. Ausufernde Staatsschulden sind jedoch ein gefährlicher Preistreiber. Für die Regierungen ist es allemal bequemer, die Schulden durch Inflation real zu entwerten, als die Ausgaben im Staatshaushalt zu senken oder die Steuern zu erhöhen. Deshalb steigt die Gefahr, dass die Zentralbanken auf Druck der Politik, insbesondere aus den USA, die aufgeblähte Geldmengenbombe viel zu spät entschärfen. Das könnte bei anziehendem Wirtschaftsaufschwung zu stark steigenden Teuerungsraten, schlimmstenfalls sogar zu einer Hyperinflation führen - vor allem wenn die Anleger das Vertrauen in die staatlichen Schuldner verlieren und deren Anleihen massenhaft abstoßen oder Risikozuschläge in Form höherer Zinsen fordern.

Erste kleine Anzeichen gibt es bereits. Hoch verschuldete Länder wie Griechenland, Spanien und Irland müssen längst höhere Zinsen für ihre Anleihen zahlen als der deutsche Staat. Die USA und neuerdings auch Großbritannien fahren sogar ein besonders lasterhaftes Schuldenmodell - weil die Zentralbanken die wachsende Staatsverschuldung mit der Notenpresse finanzieren. Ein solches Szenario war schon immer die Brutstätte für eine Hyperinflation.

Kein Wunder daher, dass die Angst vor zweistelligen Inflationsraten den Goldpreis seit Jahresbeginn schon treibt. Papiergeld verliert bei zweistelligen Preissteigerungsraten schnell an Wert. Außerdem mündeten Hyperinflationen bislang immer in einer Währungsreform. Da kann Gold - solange es nicht von der Politik konfisziert wird - ein stabileres Wertaufbewahrungsmittel sein. Die Lieblingsanlagen deutscher Sparer, wie Sparguthaben, Tages- und Festgeldanlagen oder Sparbriefe verlieren dagegen sofort an Wert, sobald die Inflationsrate die Habenzinsen übersteigt. Auch Lebens- und Rentenversicherungen kommen bei explodierenden Teuerungsraten schnell unter die Räder.

Sachwerte wie Aktien können das Vermögen dagegen erhalten. Immobilien, insbesondere Wohnimmobilien helfen ebenfalls, eine Phase von Hyperinflation zu überstehen.




Inhalt

» Die weltweite Finanzkrise hinterlässt ihre Spuren: ...
» Folge: Den Banken drohen nun horrende Verluste ...
» Die Zentrale zur Bekämpfung des unlauteren ...
» Insgesamt sind die Anlageergebnisse daher ...
» Allerdings schmierten die Rohstofffonds von ...
» Gold hat seinem Ruf als sichere Geldanlage in ...
» Nicht viel besser sieht es bei Garantiefonds ...
» Offene Immobilienfonds brachten im Schnitt ...
» Die Branche bastelt derweil weiter am neuen ...
» In der Finanzkrise erlitten gleich eine Vielzahl ...
» Besserer Schutz für Anleger - Ab 1. ...
» Kontrolle ist besser - Protokolle ...
» (1) "Das Deutsche Institut für Servicequalität ...
» Szenario A: Neuauflage der großen ...
» Szenario B: Japanische Verhältnisse ...
» Neben Aktien ist Gold der prominenteste ...
» In einem solchen Szenario sind Aktien, ...

Ergänzung

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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