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ÖKO-TEST Juni 2009
TestPilzmittel, Scheidenpilze
Wider Candida
Pilzmittel, Scheidenpilze



Inzwischen gibt es eine Reihe von Präparaten, die Frau bei einer Pilzinfektion ohne Rezept in der Apotheke erhält. ÖKO-TEST hat 15 dieser Mittel gegen Scheidenpilz eingekauft, vor allem Kombinationen aus Vaginaltabletten oder -zäpfchen plus Vaginalcreme. Die Mehrzahl der Produkte ist zur Anwendung über drei Tage vorgesehen.

Präparate mit den Wirkstoffen Clotrimazol und Nystatin gelten als sicher und wirksam

Das Testergebnis

Präparate mit den Wirkstoffen Clotrimazol und Nystatin - die in fast allen Testprodukten enthalten sind - gelten als Mittel der Wahl. Die Heilungsraten bei Clotrimazol liegen zwischen 85 und 90 Prozent, die Unterschiede zwischen Vaginalcreme, -tabletten und zäpfchen sind gering. Die Kurzzeitbehandlung (Einmaldosis oder über drei Tage) kommt vor allem für Frauen mit erstmaligem oder seltenem Befall und milden Symptomen in Betracht. Nystatin weist etwas geringere Heilungsraten auf (75 bis 80 Prozent) und sollte über zehn Tage angewendet werden. Während des ersten Drittels der Schwangerschaft ist sicherheitshalber Nystatin zu bevorzugen, denn es gibt Bedenken, dass Clotrimazol eine Fehlgeburt verursachen könnte.

Dequaliniumchlorid und Povidon-Jod sind unspezifisch wirkende Desinfektionsmittel, von deren Anwendung wir abraten. Wenn immer möglich, sollten die Erreger einer Scheideninfektion gezielt bekämpft werden. Zudem reizen sie die Vaginalhaut und können Irritationen hervorrufen. Dequaliniumchlorid (Fluomycin N, Vaginaltabletten) wirkt nur gering gegen Hautpilze, die Wirksamkeit von Povidon-Jod bei vaginalen Pilzinfektionen stufen wir als nur teilweise belegt ein. Gefährlich wäre die Anwendung von Povidon-Jod (Traumasept Vaginal-Ovula) in Schwangerschaft und Stillzeit, da aufgenommenes Jod die Schilddrüsenfunktion des Neugeborenen hemmen kann.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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