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ÖKO-TEST Kompakt Sex
» Produkte anzeigen (18)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ K0905 ] anzeigen

Vibratoren machen unter den Sexspielzeugen den größten Anteil aus. Man bekommt sie in großer Auswahl in Sexshops, kann sie aber auch bei Anbietern wie Fun Factory direkt oder über Versender wie Orion bestellen. Der Preis spielt beim Kauf eines Vibrators eine eher untergeordnete Rolle. Sandra Maravolo, die in ihrem Geschäft Inside Her in Frankfurt am Main "Erotisches für Frauen" verkauft, macht folgende Rechnung auf: "Sie kaufen einen Vibrator für 45 Euro. Ausgehend von einer Lebensdauer von drei Jahren und ohne die Batterien mitzurechnen, macht das 15 Euro pro Jahr fürs Vergnügen. Ist das zu viel?"

Anders als bei den starren Dildos stecken in den Vibratoren Elektromotoren, die das Gerät in Schwingungen versetzen. Üblicherweise sind die Motoren stufenlos über den Deckel des Vibrators regelbar. Die Mehrzahl ist batteriebetrieben, nur wenige Modelle sind mit Akkus ausgestattet. Die beigelegten Versprechungen der Anbieter klingen überaus vielversprechend und vollmundig: Sie sollen stärkere und intensivere Orgasmen schenken, für lustvolle Höhepunkte sorgen oder sogar den G-Punkt stimulieren. "Masturbation ist Sex mit jemandem, den man liebt", lautet ein geflügeltes Wort von Woody Allen. Aber braucht man dazu unbedingt einen Vibrator?

ÖKO-TEST hat 18 Modelle ins Labor geschickt und auf bedenkliche und umstrittene Inhaltsstoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Zu immerhin zwölf Massagestäben kann frau ohne Bedenken greifen - sie erhalten die Bestnote "sehr gut". Fünf Vibratoren sind aber mit Schadstoffen belastet und schneiden daher zwischen "befriedigend" und "ungenügend" ab.

Schadstoffarm sind vor allem die harten, unflexiblen Vibratoren: der Lover Vib - natur aus geöltem Ahornholz - das Holz neigt nicht zum Splittern und wird daher auch für Holzspielzeug verwendet -, die Natural- Contours-Produkte aus ABS-Kunststoff sowie die Hartplastikstängel Good Times, lila, Night Sky Vibrator und der Glitzer-Vibrator, türkis. Auch flexible Silikonstäbe sind meist unbelastet, wie die Produkte von Fun Factory, Tobis Dildos, Playstixx, Beate Uhse, Schneider & Tiburtius Rubber sowie der Joystick Vibrator Shello, Rosé zeigen.

Weiche Vibratoren, auf denen manchmal Bezeichnungen wie "Jelly" zu finden sind, bestehen überwiegend aus Weich-PVC. Beide Produkte im Test, in denen PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe nachweisbar waren, enthalten auch große Mengen bedenklicher Weichmacher aus der Gruppe der Phthalate. Während die meisten Verbindungen in Kinderspielzeug verboten sind, fehlen für Sexspielzeug entsprechende Regelungen. Der Florida Dolphin aus dem Hause Orion stinkt schon beim Auspacken so penetrant, dass jegliche Lust verfliegt. Zum Glück wird er laut Anbieter Mitte 2009 aus dem Programm genommen. Gleiches gilt für den ebenfalls "ungenügend" getesteten Bananen-Vibrator gelb.

Viele Stoffe aus der Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) gelten als krebserregend. Erschreckend, dass erhöhte Mengen an PAK in vier Vibratoren stecken.

Immerhin drei der schwingenden Stäbe enthalten erhöhte oder gar stark erhöhte Gehalte von Dibutyl- (DBT) und Tributylzinn (TBT). Die Stoffe aus der Gruppe der zinnorganischen Verbindungen sind hochgiftig und können bereits in kleinsten Mengen das Immun- und Hormonsystem von Tieren und vermutlich auch des Menschen beeinträchtigen.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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