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Ratgeber Gesundheit und Fitness 9: 2009
TestSchmerzmittel
Das tut weh
Schmerzmittel



Kopfschmerzen und Zahnschmerzen sind für die Deutschen der häufigste Anlass, zur Tablette zu greifen, ohne den Arzt zu fragen. Die meisten Schmerzmittel werden ohne Rezept in der Apotheke gekauft. Ab und an ist eine solche Selbsthilfe vertretbar. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass die Pillen die Schmerzursachen nicht beseitigen, sie unterdrücken höchstens das Schmerzempfinden.

Wir haben 81 rezeptfreie Schmerzmittel eingekauft, von Tabletten über Zäpfchen bis hin zu Brausetabletten, um ihre Wirk- und Hilfsstoffe auf ihren Nutzen begutachten zu lassen.

Das Testergebnis

Immerhin 48 der 81 Schmerzmittel bekamen die Noten "sehr gut" oder "gut" - allesamt Präparate, die nur einen Schmerzwirkstoff enthalten.

Sinnvoll sind die vier Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol, Ibuprofen und Naproxen-Natrium. Bei Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber sind ASS und Paracetamol die Mittel der Wahl. Während ASS, Ibuprofen und Naproxen auch entzündungshemmend wirken, ist Paracetamol nur schmerzstillend und fiebersenkend - dafür aber gut verträglich. Ibuprofen und Naproxen eignen sich zum Beispiel gut bei stärkeren Regelschmerzen oder rheumatischen Beschwerden. Mittel mit Naproxen halten in ihrer Wirkung lange an, sie eignen sich deshalb besonders bei Schmerzen über Nacht.

In Kombination mit Schmerzmitteln soll Koffein die schmerzstillende Wirkung steigern. Die belebende Wirkung kann dazu verleiten, das Mittel länger als notwendig einzunehmen. Deshalb gibt es für die Kombination eines Schmerzwirkstoffes mit Koffein ein dickes Minus von vier Noten.

Phenazon und Propyphenazon sind veraltete Wirkstoffe, Lithium und Chinin dagegen sind für die Schmerzbehandlung ungeeignet: Lithium wird bei Depressionen eingesetzt, Chinin etwa zur Malariabehandlung.

Abgewertet haben wir Mittel, die den "sehr guten" Wirkstoff ASS in Form von Tabletten, Kautabletten oder Granulat enthalten, weil diese Zubereitungen nicht in Wasser gelöst werden müssen. Besser sind Brausetabletten, weil ASS dann in Flüssigkeit gelöst wird und der Wirkstoff nicht in konzentrierter Form an die Magenschleimhaut gelangt, die sonst mit Entzündungen reagieren kann.

Überflüssig ist die Kombination eines Schmerzwirkstoffs mit Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt. Sie verbessert nicht die Wirksamkeit.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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