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Ratgeber Gesundheit und Fitness 9: 2009
TestZahncremes

Zahncremes



Der starke Rückgang von Karies in den vergangenen 25 Jahren ist maßgeblich den fluoridhaltigen Zahnpasten zu verdanken. Welches Fluorid das wirksamste zur Kariesbekämpfung ist, darüber streitet sich die Fachwelt schon seit Jahrzehnten. Tatsache ist: Die Unterschiede sind nicht der Rede wert.

Entscheidend, sagt Professor Lutz Stößer von der Uni Jena, sei Häufigkeit und Qualität der Anwendung. "Zweimal am Tag, zwei bis drei Minuten Zähneputzen", empfiehlt er. Denn nur dann haben die Fluoride ausreichend Zeit, im Mund ihre Arbeit zu verrichten, nämlich den Schutzmechanismus der Zähne gegen Karies zu stärken und den Plaquestoffwechsel zu hemmen.

Wir haben 36 Zahncremes - von der Discounterware über Produkte von Naturkosmetikanbietern bis hin zu Markenprodukten - ins Labor geschickt und auf bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe untersuchen lassen. Denn hier entscheidet sich, ob man sich und seinen Zähnen beim täglichen Zähneputzen auch wirklich etwas Gutes tut.

Das Testergebnis

Von 36 Produkten können wir 14 bedingungslos empfehlen, vier "gute" mit kleinen Einschränkungen. Drei Zahnpasten mussten wir mit "mangelhaft" und sechs mit "ungenügend" bewerten.

Fluoride machen den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Karies. Der Zusatz von 1.000 bis 1.500 mg/kg ist daher wünschenswert. In fünf Produkten fehlt der Mineralstoff - mit Ausnahme von Ajona Somaticum Medizinisches Zahncremekonzentrat stammen sie alle von Naturkosmetikanbietern. Nur eine "Bio-Zahncreme" gibt es auch mit Fluorid: Lavera Basis Sensitiv Zahncreme Mint.

Neben bekannten Marken wie Lavera, Elmex und der El-Ce med brillant 40 Vital schnitten elf preiswerte Hausmarken von Discountern und Drogerien mit der Note "sehr gut" ab. Das heißt im Umkehrschluss: Wer auf große Namen und Tradition setzt, muss dabei nicht immer richtig liegen. In der Colgate Total wie auch in der Blend-A-Med Complete Plus extra frisch steckt etwa der Bakterienkiller Triclosan. Dieser Stoff, der zur Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen zählt, steht in Verdacht, die Antibiotikaresistenz von Bakterien zu fördern. Andere halogenorganische Verbindungen stecken in acht Produkten. Viele Stoffe aus der großen Gruppe der halogenorganischen Verbindungen gelten als allergieauslösend, manche Krebs erzeugen.

Natriumlaurylsulfat wird in 14 Produkten eingesetzt. Das aggressive Tensid kann die Schleimhäute reizen. In acht Produkten stecken PEG/PEG-Derivate.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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