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ÖKO-TEST Mai 2009
TestOlivenöle
Ölwechsel
Olivenöle



Was wären Tomaten mit Mozzarella und Basilikum ohne die fruchtig-würzige Note von Olivenöl? Gar nichts. Auch ein französisches Ratatouille oder ein griechischer Salat kommen nicht ohne aus oder schmecken nur halb so gut. Tatsächlich gehört das gold-grüne Öl zu den beliebtesten Pflanzenölen in deutschen Küchen - nicht nur wegen seines mediterranen Flairs, sondern auch weil es die Gesundheit positiv beeinflussen kann.

Doch ein gutes Olivenöl soll es sein. Wenn man sich in den Supermarktregalen umschaut, müsste es davon eigentlich reichlich geben. Nahezu jede Flasche brüstet sich mit der höchsten Güteklasse "nativ extra" oder "extra vergine". Öle dieser Kategorie dürfen "ausschließlich durch mechanische oder sonstige physikalische Verfahren gewonnen werden, die nicht zu einer Verschlechterung des Öls führen", schreibt die europäische Olivenöl-Verordnung vor. Wärmebehandlungen zur Beseitigung von Mängeln sind tabu. Extra native Olivenöle müssen weiterhin eine gewisse Fruchtigkeit aufweisen und fehlerfrei sein. Kleinere Mängel darf sich nur die nächst niedrigere Klasse "nativ" erlauben. Sie kommt im Handel aber praktisch nicht vor.

Also müssen es die extra Nativen sein. Schließlich möchte man besonders viel vom Charme mediterraner Landschaften einfangen, der untrennbar mit dem Produkt Olivenöl verbunden ist. Genau das ist das Ziel der Marketingstrategen der großen Produzenten, weiß Conrad Bölicke vom Olivenölprojekt Artefakt im norddeutschen Wilstedt. "Die Emotion soll aufrechterhalten werden."

Natives Olivenöl ist heutzutage mehr denn je ein Massenprodukt

Fakt ist, dass eine Marktspaltung stattfindet, wie sie bei zahlreichen Lebensmitteln bereits seit Längerem existiert, etwa bei Wein, Honig oder Tee - auf der einen Seite die Massenproduktion für den Durchschnittsgeschmack und auf der anderen Seite handwerklich hergestellte Produkte in großer, authentischer Geschmacksvielfalt. Der Unterschied beim Olivenöl: Das Label "nativ extra" verspricht selbst auf extrem günstigen Ölen für 2,79 Euro pro Liter Naturbelassenheit und Ursprünglichkeit, wo es sich eigentlich um industrielle Produkte handelt. "Wenn das schon so ist", meint Conrad Bölicke, "dann sollte man es wenigstens auch nicht anders vermitteln." Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Öle kleiner Erzeuger zu vermarkten und dadurch ihre Position in dem zunehmend von Masse geprägten Olivenölgeschäft zu stärken.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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