Ratgeber Bauen, Wohnen, Renovieren 11: 2009
Rasenmähen - ganz klar - ist Männersache. Und wenn Mann das tut, dann wird der Rasenmäher zum Prestigeobjekt, fast so wie das Auto: Möglichst viel Power muss er haben, schließlich muss Mann mit dem Wunderwerk der Technik den Nachbarn hinter sich lassen. So macht auch die Fachsimpelei über den Zaun richtig Spaß.
Glücklich die Familien, wo die Rollen so klar verteilt sind. Sie ersparen sich die wöchentlich wiederkehrenden Reibereien über die Frage, wer dieses Mal dran ist. Einer wird den schwarzen Peter ziehen.
Doch den haben vor allem die Nachbarn, deren Nerven ob des ohrenbetäubenden Lärms bald blank liegen: Hat man denn nicht mal während des Mittagsschlafs seine Ruhe? Nein, nach der aktuell geltenden Regelung darf werktags zwischen sieben und 20 Uhr ohne Pause gemäht werden, egal mit welchem Mäher. Nur am Sonntag muss Ruhe sein. Und dabei ist der Krach nur eine Sache. Steriler Rasen, wohin das Auge schaut? Wo bleiben da die Blumenwiesen, die wenigstens Lebensraum für viele Pflanzen, Kleintiere und Insekten bieten?
Aber viele Familien hierzulande möchten nicht auf ihren Rasen verzichten. Da kann Mama sich so schön sonnen und die Kleinen spielen und toben, ohne gleich die Blumen niederzutrampeln. Und am Wochenende wollen die Erwachsenen mit ihren Freunden grillen, ohne durchs hohe Gras zu waten. Und ordentlich soll es ja auch aussehen.
Wir haben zehn Elektro-Rasenmäher für kleine bis mittelgroße Rasenflächen einem ausgiebigen Praxistest unterzogen. Die Modelle stammen von namhaften Markenherstellern, aber auch aus Baumärkten und dem Versandhandel. Und weil die Ökologie nicht zu kurz kommen soll, ließen wir auch drei handbetriebene Spindelmäher prüfen.
Das Testergebnis
Der Praxistest brachte keinen durchschlagenden Sieger hervor: Es gibt mehr "befriedigende" als "gute" Rasenmäher. Zwei Rasenmäher liegen immerhin klar vorne und nahe dran an der Bestnote: der Elektromäher Bosch Rotak 37 und der Gardena Spindelmäher 380 C. Das Gerät von Obi fällt dagegen richtig durch.