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ÖKO-TEST März 2009
TestDiscounter-Gesundheitspräparate
Doktor Aldi
Discounter-Gesundheitspräparate



Das Angebotssortiment der Discounter ist im Laufe der Jahre gewachsen. Außer Lebensmitteln und Kosmetika haben inzwischen auch diverse Gesundheitsprodukte einen festen Platz in den Regalen gefunden, seien es Nahrungsergänzungsmittel - vor allem Vitamine und Mineralstoffe in allen möglichen Variationen - Medizinprodukte oder sogar Arzneimittel.

Arzneimittel, die außerhalb von Apotheken verkauft werden, bezeichnet man als nicht apothekenpflichtig oder freiverkäuflich. Die Details regelt die Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel. Hier findet sich beispielsweise eine Liste mit Pflanzen und Pflanzenteilen, welche in freiverkäuflichen Husten-, Magen- und Beruhigungsmitteln oder harntreibenden Tees enthalten sein dürfen. Unter den freiverkäuflichen Präparaten sind viele traditionelle Arzneimittel, die sich vor allem durch ihre äußerst weich formulierten Anwendungsgebiete auszeichnen. Unter anderem heißt es hier "Traditionell angewendet zur Stärkung oder Kräftigung", "... zur Besserung des Befindens" oder auch "... zur Vorbeugung".

Verkaufszahlen der Discounter sind nur bedingt zugänglich. So weist der Report des Gesundheitsdienstleisters IMS Health für Husten- und Erkältungsmittel, Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Stimmungsaufheller für 2008 einen Umsatz von 31,7 Millionen Euro aus. Die tatsächlichen Zahlen dürften um einiges höher liegen, da der Bericht keine Daten der sogenannten Hard-Discounter Aldi, Lidl und Penny erfasst.

Trotzdem scheinen die Apotheken ihre Pfründe durch die Discounter nicht bedroht zu sehen. "Die Verbraucher machen offenbar sehr gute Erfahrungen in der Apotheke ihres Vertrauens", erklärt Heinz-Günter Wolf, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) und bezieht sich auf eine Umfrage des Marketing-Magazins Horizont von 2008, welches für Verbraucher der attraktivste Ort ist, um sich mit Arzneimitteln zu versorgen. Demnach haben die Apotheken auf einer Skala von 1 (gar nicht attraktiv) bis 5 (sehr attraktiv) einen Wert von 4,2 Punkten erzielt, während Internet (2,03), Supermarkt (1,86) und Katalog (1,69) mit weitem Abstand folgen.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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