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ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2009
TestBabyschlafsäcke
Sackerlot!
Babyschlafsäcke



"Der plötzliche Säuglingstod ist immer noch eine der häufigsten Ursachen der Kindersterblichkeit. Deshalb muss man etwas dagegen tun", erklärt Professor Joachim Dudenhausen, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin an der Charité in Berlin. "Babyschlafsäcke senken das Risiko, wie Studien belegen", fügt er hinzu.

ÖKO-TEST kaufte 20 Babyschlafsäcke in verschiedenen Größen ein. Wir ließen das Material im Labor auf Schadstoffe untersuchen und prüfen, inwieweit die Babyschlafsäcke möglicherweise Sicherheitsmängel aufweisen.

Das Testergebnis

Die meisten Babyschlafsäcke sind nicht oder nur wenig mit Schadstoffen belastet. Mit der Sicherheit und Funktionalität waren wir aber nicht immer zufrieden. Nur sechs Produkte können wir ohne Einschränkung empfehlen. Ein einziger Babyschlafsack fällt wegen der Schadstoffbelastung mit "ungenügend" durch.

Der Dimo My Little Bear Sommerschlafsack "Hello my Little Dog!" enthält ein als krebserzeugend eingestuftes aromatisches Amin, das in der EU zum Färben von Textilien verboten ist. Allerdings liegt der Gehalt noch unterhalb der gesetzlichen Toleranzgrenze.

Aus dem Schlafsack mit Applikation Lilly von Zöllner löst sich giftiges Antimon. Der Stoff stammt wahrscheinlich aus der Füllung des Schlafsacks. Außerdem enthält er - wie zwei weitere Produkte - umstrittene halogenorganische Verbindungen.

In mehr als zwei Drittel der Babyschlafsäcke stecken optische Aufheller, die ein strahlendes Weiß erzeugen sollen. Diese Substanzen belasten die Umwelt und können mit dem Schweiß auf die Haut gelangen und allergische Reaktionen auslösen.

Babyschlafsäcke sind nur sicher, wenn die Babys nicht mit dem Kopf durch den Halsausschnitt nach unten rutschen können. Bei den Produkten von Jako-O und BabyOne ist der Ausschnitt größer als der Kopfumfang so mancher Kinder, für die er in der Länge passt. Hier sollte jedes Risiko verhindert werden, auch bei Größen, die für zwei- bis dreijährige Kleinkinder geeignet sind.

Der Kik Babyschlafsack Turtles hält das Baby nicht rundum warm, weil er seitlich mit Bändern verschlossen wird und daneben ein großes, offenes Loch klafft. Ein solches Produkt kann die Bettdecke nicht ersetzen. Dagegen stellt der Dimo My Little Bear Sommerschlafsack mit 31 Zentimeter langen seitlichen Zierbändern ein unnötiges Sicherheitsrisiko für die Babys dar.

Ungünstig sind Schlafsäcke mit Reißverschlüssen von unten nach oben ohne schützende Abdeckung. Da kann die Babyhaut am Hals eingequetscht werden. Praktisch sind dagegen Modelle mit seitlichem und unten umlaufendem Reißverschluss.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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