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ÖKO-TEST Dezember 2008
TestTiefkühlgarnelen
Aqua cadabra
Tiefkühlgarnelen



Garnelen schmecken köstlich: Ob mit Knoblauch gebraten oder in einem Thai-Süppchen - die orange-rosa Meerestierchen mit dem zarten Fleisch und der attraktiven Schwanzflosse kommen an. Das war vor zehn, zwanzig Jahren noch anders. Da aß man Krabbenbrötchen und Krabbencocktail. Erst mit dem Einzug der Asia-Küche wanderten immer öfter tropische Garnelen in unsere Töpfe.

Die meisten Garnelen erreichen uns per Containerschiff aus Südostasien und Lateinamerika. Dabei wird ein immer größerer Anteil in Aquakulturen erzeugt - als Ausgleich für die spärlicher werdenden Wildfänge. Und natürlich, weil die steigende Nachfrage aus dem Meer allein gar nicht gedeckt werden könnte.

Eine gute Lösung stellen die Aquakulturen keineswegs dar. Sie verursachen ein ganzes Bündel an Problemen, angefangen beim Einsatz von Antibiotika bis hin zu verseuchten Abwässern, Böden und Konflikten mit der lokalen Bevölkerung. Manches hat sich in den letzten Jahren verbessert. Auch Ansätze für eine nachhaltigere Produktion wurden entwickelt. Der WWF Schweiz hat kürzlich die wichtigsten auf den Prüfstand gestellt. Ergebnis: Kein Programm ist im Hinblick auf ökolgische, soziale und produktbezogene Standards optimal, manche Programme lassen sogar sehr zu wünschen übrig. Am besten beurteilt wurden Bio-Konzepte, etwa das Programm des deutschen Naturland-Verbands.

Doch auch von wild gefangenen Garnelen aus tropischen Ländern rät der WWF ab. Sie werden überwiegend mit extrem kleinmaschigen Grundschleppnetzen gefischt, die nicht nur Shrimps einsammeln, sondern auch große Mengen an Beifang, etwa Jungfischen und Schildkröten. Laut WWF verursacht die Grundschleppnetz-Fischerei pro Kilo Garnelen unglaubliche 15 bis 20 Kilo Beifang. Da die Netze am Meeresboden entlangschleifen, werden zudem empfindliche Öko-Systeme, etwa Korallenriffe, für immer zerstört.

Auch wenn man schon von daher sagen könnte, "Garnelen - nein danke", wollten wir wissen, wie es um die Qualität aktuell bestellt ist. Wir ließen 19 Proben Tiefkühlgarnelen in Supermärkten, Discountern und Bio-Läden einkaufen und im Labor untersuchen. Bei der Auswahl beschränkten wir uns auf tropische Warmwassergarnelen. Neben den Laborergebnissen ging auch die deklarierte Produktionsmethode in die Bewertung ein.



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Inhalt

» Garnelen schmecken köstlich: Ob mit Knoblauch gebraten ...
» Das Testergebnis - Knapp die Hälfte der ...
» Hauptkritikpunkt ist jedoch die Produktionsweise ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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