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ÖKO-TEST Jahrbuch Essen, Trinken und Genießen für 2009
Test
Tiefkühlkartoffelprodukte
Angeeckt
Tiefkühlkartoffelprodukte
Rösti, Kartoffelecken und Kroketten sind beliebt und schmecken lecker. Angesichts der ÖKO-TEST-Ergebnisse von 26 Tiefkühlprodukten kann einem allerdings der Appetit vergehen: jede Menge Schadstoffe, ungünstige Fette und überflüssige Aromen. Zum Glück gibt es auch wenige "sehr gute" und "gute" Alternativen.

ÖKO-TEST Jahrbuch Essen, Trinken und Genießen für 2009
» Produkte anzeigen (26)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ J0811 ] anzeigen

Der Hunger auf verarbeitete Kartoffelprodukte wächst. Grund genug, sich die Trendprodukte Röstis und Kartoffelecken einmal näher anzusehen. Doch auch Puffer und Kroketten sind in jeder Tiefkühltruhe aufzutreiben. Wir ließen 26 Tiefkühlkartoffelprodukte aus dem normalen Handel sowie aus dem Bio-Bereich auf Schadstoffe untersuchen. Interessiert hat uns auch, wie gut die Fette sind, die die Hersteller zum Frittieren einsetzen.

Das Testergebnis

Ein neuer Schadstoff macht sich breit: 3-MCPD-Fettsäureester. Die Labore wiesen Gehalte von 1.480 bis 6.383 Mikrogramm pro Kilogramm (µg/kg) Fett nach - was sich allerdings relativiert, denn die Produkte enthalten erfreulicherweise nur rund 6,6 Prozent Fett im Schnitt.

Trotzdem sind sechs Produkte so belastet, dass man mit einer üblichen Portion schon mehr als die Hälfte des TDI ausschöpft. Der TDI bezeichnet die täglich tolerierbare Menge eines schädlichen Stoffes. Er beträgt für freies 3-MCPD 2 µg/kg Körpergewicht, für die Fettsäureester ist kein TDI bekannt. Wir orientieren uns an dem freien 3-MCPD und liegen damit auf einer Linie mit Experten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Sie gehen derzeit davon aus, dass die Esterverbindungen im Verdauungstrakt praktisch vollständig freigesetzt werden.

Auffällig in den Kartoffelprodukten ist vor allem Palmöl. Dieses billige und verbreitet eingesetzte Frittierfett weist durchweg die höchsten 3-MCPD-Werte auf. Die drei mit Rapsöl behandelten Produkte sind hingegen unbelastet.

Ungünstig an Palmöl ist zudem sein hoher Gehalt an gesättigten Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel im Blut erhöhen. Optimal zusammengesetzt ist hingegen Rapsöl. Auch gut: Die Pflanzenölmischungen von McCain und einigen anderen, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren.

Acrylamid ist in Kartoffelprodukten weiterhin ein Thema, allerdings hat sich die Situation verbessert.

Vierzehn Produkte sind oxidativ bereits mehr oder weniger stark belastet. Das heißt, hier kann der Fettverderb zum Ende der Haltbarkeit so weit fortgeschritten sein, dass die Produkte ranzig schmecken.

Bereits verdorbenes Sonnenblumenöl setzt der belgische Bio-Anbieter Lutosa ein. Das ließ sich anhand spezifischer Laborparameter eindeutig nachweisen.

Kartoffelecken aus ungeschälten Knollen haben wir im Labor zusätzlich auf die Alkaloide Solanin und Chaconin analysieren lassen. Diese natürlichen, aber äußerst giftigen Pflanzenstoffe bilden sich in den grünen Stellen und Keimen von Kartoffeln. Was viele nicht wissen: Auch die Schalen können beträchtliche Mengen enthalten. Die Gifte wirken akut und führen zu Magen-Darm-Beschwerden und Benommenheit. Kinder sind aufgrund ihres geringeren Körpergewichts besonders gefährdet - und sie mögen Wedges. Von den Tenery Potato Wedges sollten sie aber lieber die Finger lassen, denn mit einer Portion von nur 115 Gramm kann es bereits zu ersten Beschwerden kommen. Für Erwachsene sind die gefundenen Gehalte unproblematisch.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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