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ÖKO-TEST Jahrbuch Essen, Trinken und Genießen für 2009
TestWeizenbier, helles
Getrübter Genuss
Weizenbier, helles
Weizenbier wird längst nicht mehr nur in Bayern getrunken. Wir haben 21 helle Hefeweizen aus der ganzen Republik auf Schadstoffe untersuchen und von Profis verkosten lassen. Die allermeisten können Sie sich rundum schmecken lassen.


Entgegen dem Trend trinken die Deutschen wieder mehr Bier, meldet der Deutsche Brauer-Bund. 111,7 Liter pro Kopf waren es 2007 insgesamt. Doch lediglich Weizenbier, das nach Pils und Export am häufigsten gekauft wird, gewinnt seit Jahren Marktanteile.

Für unseren Test ließen wir 21 helle Hefeweizen untersuchen, der stärksten Sorte unter den Weizenbieren. Typisches Merkmal ist das trübe Aussehen und ein vollmundiger Geschmack. Im Fokus standen die Sensorik sowie die Belastung mit Schadstoffen.

Das Testergebnis

Gute Nachrichten für Weizenbierfans: Kein Produkt weist Rückstände auf. Und auch der Geschmack ist überwiegend top. Nicht überzeugen konnten die Biere in PET-Flaschen: Sie schafften bestenfalls ein "gut", einmal nur ein "befriedigend".

Leichte Fehler in der Sensorikprüfung zeigte die Riedenburger Weisse Premium. Hier stellten die Prüfer ein "deutlich buttriges" Aroma fest. Dies kann auftreten, wenn die Gärung nicht optimal gelaufen ist oder Fremdkeime im Spiel waren.

Den Produkten Maisel’s Weisse Original Hefe-Weissbier und Hefe-Weiße attestierten die Experten eine leicht "brotartige" Note. Dabei handelt es sich um einen typischen Alterungston, der durch Oxidation entsteht.

Die übrigen mit "gut" bewerteten Hefeweizen zeigten nur geringe Unreinheiten. Ein Sonderfall war das Pinkus Hefe Weizen. Es erhielt Punktabzug, weil es eine deutliche, für Weizenbier wenig typische Hopfennote aufwies, und damit "eher einem untergärigen, kellertrüben Pils ähnelte", so ein Prüfer.

Der geschmackliche Gesamteindruck (Flavour) der Proben stellte sich unterschiedlich dar. Bedingt durch unterschiedliche Herstellungsarten dominieren entweder fruchtige oder gewürznelkenartige Aromen. Große Brauereien produzieren oft neutraler schmeckende Biere, da sie weltweit verkaufen.

Mit dem Schaum waren die Prüfer fast immer zufrieden. Nur bei der Hefe-Weiße von Norma bemängelten sie einen "etwas grobporigen" Schaum.

Erfreulich gut meistern alle Produkte den Schadstofftest. So wurden weder krebserregende Nitrosamine noch Schimmelpilzgifte in den Weizenbieren nachgewiesen.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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