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Ratgeber Gesundheit und Fitness 8: 2008
TestVibratoren

Vibratoren



Fleischfarben oder pink, mini oder mächtig: In Sexshops stehen Vibratoren dutzendweise im Regal. Die Geräte machen unter den Sexspielzeugen den größten Anteil aus. Der Preis spielt beim Kauf eines Vibrators eine eher untergeordnete Rolle. Sandra Maravolo, die in ihrem Geschäft Inside Her in Frankfurt am Main "Erotisches für Frauen" verkauft, macht folgende Rechnung auf: "Sie kaufen einen Vibrator für 45 Euro. Ausgehend von einer Lebensdauer von drei Jahren und ohne die Batterien mitzurechnen, macht das 15 Euro pro Jahr fürs Vergnügen. Ist das zu viel?"

Anders als bei den starren Dildos stecken in den Vibratoren Elektromotoren, die das Gerät in Schwingungen versetzen. Üblicherweise sind die Motoren stufenlos über den Deckel des Vibrators regelbar. Die Mehrzahl ist batteriebetrieben, nur wenige Modelle sind mit Akkus ausgestattet.

Die beigelegten Versprechungen der Anbieter sind überaus vollmundig: Sie sollen stärkere und intensivere Orgasmen schenken, für lustvolle Höhepunkte sorgen oder sogar den G-Punkt stimulieren. "Masturbation ist Sex mit jemandem, den man liebt", lautet ein geflügeltes Wort von Woody Allen. Aber braucht man dazu unbedingt einen Vibrator?

ÖKO-TEST hat 13 Modelle ins Labor geschickt und auf bedenkliche und umstrittene Inhaltsstoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Echte Lustkiller: Vier der untersuchten Vibratoren stecken voll Schadstoffe und schneiden daher zwischen "befriedigend" und "ungenügend" ab. Zu immerhin neun Massagestäben kann Frau ohne Bedenken greifen - sie erhalten die Bestnote "sehr gut".

Schadstoffarm sind vor allem die harten, unflexiblen Vibratoren: der Lover Vib aus geöltem Ahornholz - das Holz neigt nicht zum Splittern und wird auch für Spielzeug verwendet - , die Natural Contours-Produkte aus ABS-Kunststoff, der Hartplastikstängel Good Times, lila sowie die flexiblen Silikonstäbe von Tobis Dildos, Playstixx und aus der Fun Factory.

Weiche Vibratoren, auf denen manchmal Bezeichnungen wie "Jelly" zu finden sind, bestehen überwiegend aus Weich-PVC. Beide Produkte im Test, in denen PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe nachweisbar waren, enthalten auch große Mengen Phthalate. Während die meisten Verbindungen in Kinderspielzeug verboten sind, fehlen für Sexspielzeug entsprechende Regelungen. Der Florida Dolphin von Orion stinkt schon beim Auspacken so penetrant, dass jegliche Lust verfliegt.

Viele Stoffe aus der Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) gelten als krebserregend. Erschreckend, dass erhöhte Mengen an PAK in zwei Vibratoren stecken.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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