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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2009
TestShampoos, Schuppen
Völlig Schuppe
Shampoos, Schuppen



Jeder fünfte bis dritte Deutsche leidet an Kopfschuppen. Auf dem Markt tummelt sich eine Vielzahl von Anti-Schuppen-Shampoos - mit den unterschiedlichsten Wirkstoffen. Meist sind es chemische Substanzen. Beispielsweise bekämpft Zinkpyrithion zuverlässig einen bestimmten Hefepilz, indem es seine Zellteilung hemmt - und damit die Schuppenbildung. Als pflanzliche Wirkstoffe werden etwa Wacholderöl, Brennnessel- und Weidenrindenextrakt eingesetzt. Unabhängig von den Wirkstoffen: Wer das Shampoo wechselt, kann sich fast sicher sein: Die Schuppen kommen wieder.

Wir haben 23 Anti-Schuppen-Shampoos gekauft und in verschiedenen Laboren auf Schadstoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis

An zwei Produkten haben wir nichts auszusetzen. Das Logona Anti-Schuppen Shampoo Wacholderöl und das Lavera Hair Kornblumen Shampoo Anti-Schuppen schneiden mit "sehr gut" ab. Demgegenüber fällt fast jedes dritte Produkt im Test mit "ungenügend" durch.

Der Anti-Schuppen-Wirkstoff Climbazol gehört zu den halogenorganischen Verbindungen und kann im Körper das krebsverdächtige Chlorphenol abspalten. Zudem gehört es zu den Verbindungen, von denen man in Einzelfällen allergische Reaktionen nicht ausschließen kann. Halogenorganische Verbindungen sind zudem umstritten, weil sie sich fast alle in der Umwelt anreichern.

Selendisulfid als Anti-Schuppen-Wirkstoff hingegen soll eine erhöhte Talgproduktion reduzieren. Denn Talg bietet den für die Schuppenbildung verantwortlichen Hefepilzen einen idealen Nährboden. Selendisulfid wirkt sehr stark, sodass Dermatologen empfehlen, die Substanz nur in medizinischen Produkten für sehr ernste Fälle zu verwenden. In frei verkäuflichen Anti-Schuppen-Shampoos ist Selendisulfid nur bis zu einer Konzentration von einem Prozent zugelassen. Zudem muss auf die Shampooflasche folgender Warnhinweis: "Enthält Selendisulfid, Kontakt mit Augen und gereizter Haut unbedingt vermeiden."

Fünf unserer getesteten Anti-Schuppen-Shampoos enthalten Zinkpyrithion. Die Kopfhaut kann auf diesen Wirkstoff sensibel und gereizt reagieren, was sich in Jucken, Ausschlag und Entzündungen äußert.

Wesentlich milder wirkt das Anti-Schuppen-Mittel Piroctonolamin. Es durchdringt die Zellwand der Hefepilze, hemmt den Stoffwechsel und so das Wachstum der Pilze und stoppt die vermehrte Zellbildung: Anzahl, Größe und Dicke der Schuppen gehen zurück.

Formaldehyd/-abspalter machen als Konservierungsmittel Kosmetika wie Anti-Schuppen-Shampoos zwar länger haltbar. Doch Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, geichwohl steckt die Substanz in fast jedem dritten untersuchten Produkt.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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