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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2009
TestVenenmittel
Venen lügen nicht
Venenmittel



Das A und O bei der Behandlung einer Venenschwäche ist die Drucktherapie mit medizinischen Kompressionsstrümpfen. Doch stattdessen greifen viele Betroffene zu Tabletten oder Tropfen, die versprechen, die Symptome zu lindern. ÖKO-TEST hat 29 pflanzliche Arzneimittel zur Behandlung der chronischen Venenschwäche pharmakologisch begutachten lassen.

Das Testergebnis

Am besten schneiden Präparate ab, die als Wirkstoff einen Trockenextrakt aus den Samen der Rosskastanie enthalten. Sie verringern nach zwei- bis 16-wöchiger Einnahme nicht nur die Schmerzen in den Beinen, die Wasseransammlungen und den Juckreiz, sondern vermindern auch den Umfang der Beine.

Voraussetzung für einen positiven Effekt eines Venenmittels mit Rosskastaniensamenextrakt ist ein Aescingehalt von mindestens 100 Milligramm (mg) in einer Tagesdosis. Bei sechs Produkten fehlt die Angabe des Aescingehaltes, sodass eine Aussage über die Wirksamkeit nicht möglich ist. Der in einer Tagesdosis der Aescuven Forte, Dragees enthaltene Gehalt ist mit 60 mg zu niedrig.

Nach aktuellem Wissensstand sind Trockenextraktpräparate zu empfehlen. Die A. Vogel Venen-Tropfen N von Bioforce enthalten jedoch einen ethanolischen Auszug.

Die Wirksamkeit des Trockenextraktes aus rotem Weinlaub, wie er in den Antistax Venenkapseln steckt, stufen wir als nur "teilweise belegt" ein. Denn bislang liegt nur eine klinische Studie vor, die die Wirksamkeit und Verträglichkeit des verwendeten Extraktes belegt.

Vier Präparate enthalten Trockenextrakte aus dem Wurzelstock des Mäusedorns. Doch nur für den in den Fagorutin Ruscus Kapseln steckenden Extrakt gibt es eine klinische Studie. Wie für den Trockenextrakt aus rotem Weinlaub können wir dessen Wirksamkeit damit bislang als nur teilweise belegt einstufen. Da sich die Ergebnisse nicht auf anders hergestellte Extrakte übertragen lassen, bewerten wir deren Wirksamkeit bei Venenschwäche als nur "wenig überzeugend".

Für die Wirksamkeit von Steinklee gibt es keinerlei Belege. Daher ist die Zugabe überflüssig. Auch für Rutosid mangelt es an Wirksamkeitsbelegen.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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