Testberichte aus dem Archiv

Duschcremes
Fett for fun
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Ich benutze kein Duschgel. Wer die erstaunte, auf dieses Geständnis zwangsläufig folgende, Nachfrage "dann aber doch wohl Seife?" auch noch verneint, löst damit einen kleinen Skandal in seinem Freundeskreis aus. "Komisch, ich habe noch nie etwas an dir gerochen", könnte das Gespräch weitergehen. Während für die Reinigung des Gesichtes mehr als zwei Drittel der Frauen in Deutschland keine speziellen Reinigungspräparate einsetzen, werden Duschzusätze laut Branchenmagazin Kosmetik Report von über 86 Prozent der Bundesbürger verwendet. Auf die Reinigungskraft des Wassers allein mag unter der Dusche kaum einer vertrauen.
Natürlich geht es nicht nur ums Sauberwerden, sondern auch um das Gefühl, sauber und gepflegt zu sein. Eine bunte Vielfalt an Duschbädern bietet sich an, das "Duscherlebnis" aufzupeppen. Manche sollen nebenbei, sozusagen im Vorbeifließen, noch die Haut straff ziehen oder mit Sauerstoff versorgen. Etwas einleuchtender scheint uns das Konzept der beliebten reichhaltigen Duschcremes: Der Haut soll während des Duschens ein Teil dessen zurückgegeben werden, was Wasser und reinigende Substanzen ihr entziehen.
"Ob das wirklich viel bewirkt, wird in der Wissenschaft noch diskutiert", sagt Professor Hans-Christian Korting von der Hautklinik der Universität München. Denn auch wenn es gelinge, Lipide, also für die Feuchtigkeitsspeicherung verantwortliche Fettstoffe, an der Haut anzulagern, seien es doch nicht die gleichen, die beim Duschen aus der Schutzschicht gelöst werden. "Der Akzent sollte so oder so vielmehr darauf liegen, die Haut nicht unnötig durch aggressive Tenside zu reizen", findet der Dermatologe.
Um ein scharfes Urteilsvermögen zu bewahren, geht man besser nicht hungrig zum Duschzusatzeinkaufen. Rose-Sanddorn, Olive, Joghurt, Milch und Honig: Ein Gros der Duschcremes schmückt sich mit Leckereien. Manche kommen gleich als Smoothie-Duschgel in Form einer kleinen Fruchtmahlzeit daher. Wir haben 55 mit allerlei Zusätzen aufgemotzte Duschcremes ins Labor geschickt: Klassische und teure Parfümeriemarken, Naturkosmetika, Apotheken-, Discounter- und Supermarktprodukte. Die Preisspanne reichte von 65 Cent pro 300 Milliliter bis hin zu 53 Euro.
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- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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