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ÖKO-TEST Mai 2008
TestBabyschlafsäcke
Sackerlot!
Babyschlafsäcke



Stolz verlassen die frischgebackenen Eltern von Sofie die Geburtsklinik der Charité in Berlin. Mit im Gepäck das Schlafsäckchen Pinocchio, in welches das Baby schon auf der Säuglingsstation gebettet wurde, und das ihnen die Krankenschwester mitgegeben hat. Denn die Klinik versucht - wie einige andere auch - mit gutem Beispiel voranzugehen.

Der Grund: "Der plötzliche Säuglingstod ist immer noch eine der häufigsten Ursachen der Kindersterblichkeit. Deshalb muss man etwas dagegen tun", erklärt Professor Joachim Dudenhausen, der Direktor der Klinik für Geburtsmedizin der Charité. "Babyschlafsäcke senken das Risiko, wie Studien belegen", fügt er hinzu. Und weil das Waschen der Schlafsäcke teuer und aufwendig wäre, hat sich die Klinik entschlossen, sie den Eltern mitzugeben. Zumal das der beste Anreiz ist, dass sie auch wirklich benutzt werden. In manchen anderen Kliniken ermöglichen Sponsoren dieses sinnvolle Begrüßungsgeschenk.

Der plötzliche Säuglingstod, abgekürzt SIDS (sudden infant death syndrom), ist für betroffene Eltern besonders tragisch. Das gerade noch scheinbar gesunde Baby wacht in seinem Bettchen nicht mehr auf, ohne dass es dafür eine Erklärung gibt. Gerade das lässt die Eltern verzweifeln. Die Ursachen sind auch heute trotz intensiver Forschung nicht bekannt. Es gibt verschiedene Theorien, die aber alle nicht bewiesen sind. Grundsätzlich sind Jungen häufiger betroffen als Mädchen, als besonders gefährdet gelten Babys zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat, aber auch nach dem ersten Lebensjahr treten noch Fälle auf.

Als fataler Irrtum erwies sich die eine Zeitlang propagierte Bauchlage für Babys. In Studien hatte sich gezeigt, dass Babys in Bauchlage beim Schlafen ein sechs Mal so großes Risiko haben, plötzlich und unerklärlich zu sterben. Auch die Seitenlage erwies sich als nicht empfehlenswert. Noch größer ist das Risiko, wenn das Kind mit Decken zum Schlafen gelegt wird. Waren es in Deutschland von 1988 bis 1991 noch über 1,5 Todesfälle auf 1.000 Neugeborene, konnte die Zahl durch entsprechende Aufklärung auf 0,38 im Jahre 2006 gesenkt werden. Doch über 300 tote Babys im Jahr sind immer noch zu viel. Holland hat im Vergleich dazu eine deutlich geringere Sterbequote, was darauf zurückgeführt wird, dass die Rückenlage sehr eindringlich propagiert wird und Babyschlafsäcke weitverbreitet sind.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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