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ÖKO-TEST April 2008
TestPAK in Gebrauchsgegenständen
Belastend!
PAK in Gebrauchsgegenständen



GS-Zeichen

Ab dem ersten April muss bei der Vergabe des GS-Zeichens auch der Gehalt an PAK überprüft werden. Die Regelung gilt für jene Teile, die in die Hand oder den Mund genommen werden könnten und bei denen die Gefahr besteht, PAK zu enthalten. Die Grenzwerte sind allerdings nicht gerade streng. In der Kategorie 1, die auch Babyspielzeug enthält, wäre ein Gehalt von bis zu 0,2 Milligramm pro Kilogramm erlaubt. Nach ÖKO-TEST-Maßstäben gilt ein solcher Wert bereits als "erhöht".

Steckbrief PAK

Das sind PAK

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) kommen in der Umwelt als Gemische aus mehr als 250 verschiedenen Verbindungen vor. Einige PAK wirken beim Menschen mit großer Wahrscheinlichkeit erbgutverändernd, die Fortpflanzung beeinträchtigend und krebserzeugend. Der bekannteste Vertreter ist das Benzo(a)pyren.

So entstehen sie

PAK können immer dann entstehen, wenn organische Materialien wie Holz oder Öl unvollständig verbrannt werden oder mit Rauch und Verbrennungsgasen in Verbindung kommen. Das kann der Schinken sein, der über Buchenrauch geräuchert wurde, Zigarettenrauch, Autoabgase, aber auch bei der Verbrennung fossiler Energieträger können PAK entstehen.

PAK in Lebensmitteln

Ein Nichtraucher nimmt 90 Prozent der PAK über die Nahrung auf. Ein Drittel über Öle und Fette, ein Drittel über Getreideprodukte. Der Rest der Aufnahme erfolgt über Lebensmittel wie Gemüse, getrocknete Früchte, geräucherten Fisch oder Fleisch sowie über Milchprodukte. Auch Schokolade, Kaffee oder Schwarztee können belastet sein. Enorme Mengen enthält in der Regel gegrilltes Fleisch - ein falsch gegrilltes Steak kann so viel PAK enthalten wie der Tabakrauch mehrerer Päckchen Zigaretten. Die tägliche Aufnahme von Benzo(a)pyren durch die Nahrung wird auf bis zu 0,42 Mikrogramm pro Tag geschätzt. Einen TDI-Wert, das heißt eine von offizieller Seite bestimmte, duldbare tägliche Aufnahmemenge durch Nahrungsmittel, gibt es nicht. Grund: Es ist zu erwarten, dass von jeder Dosis ein Krebsrisiko ausgeht und dass dieses Risiko mit der Höhe der zugeführten Dosis ansteigt.

PAK erkennen

PAK in Nahrungsmitteln sind nicht zu sehen und zu riechen. Bei Gebrauchsgegenständen ist dies zumindest teilweise möglich. In dunklen, weichen Gummiprodukten, die teerig und beißend riechen, stecken mit hoher Wahrscheinlichkeit PAK. Aber leider auch oft in Produkten, von denen man es nicht unbedingt erwartet.

Sind Kinder besonders gefährdet?

Kinder sind aufgrund ihrer Lebensweise und ihrer erhöhten Aufnahme- und Resorptionsraten möglicherweise stärker durch PAK belastet als Erwachsene. So nehmen die Kleinen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht wesentlich mehr Nahrung auf. Ihre Tage verbringen sie krabbelnd und spielend auf dem Boden und oft auch im Freien - und dort haben sie deutlich häufiger direkten Kontakt mit belastetem Sand, Erde und Staub.




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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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