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ÖKO-TEST April 2008
TestPAK in Gebrauchsgegenständen
Belastend!
PAK in Gebrauchsgegenständen



Die Tapeten sind endlich ab, die Wände wurden gekalkt. Und wieder geht es Cornelia van Rinsum ein Stückchen besser. Das alte Parkett wurde mit einer Folie abgedeckt und ein neues Parkett darübergelegt, alle anderen Böden sind gefliest, es gibt viele Fenster zum Durchlüften. Zumindest zu Hause ist für die 55-Jährige die Welt einigermaßen in Ordnung. Draußen, in Restaurants, Kaufhäusern, Bürogebäuden, muss sie immer damit rechnen, dass ihr Körper auf all das, was auf ihn einströmt, reagieren wird. Sie kennt diese Momente: Die Schleimhäute brennen, das Gesicht wird rot, ihr wird schwindelig, sie bekommt Kopfschmerzen, das Atmen fällt schwer.

Cornelia van Rinsum leidet an multipler Chemikalienunverträglichkeit, kurz: MCS. Was an anderen Menschen spurlos vorüberzieht, macht sie krank. Vor allem bei Innenraumschadstoffen wie Formaldehyd oder polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, bei Schimmelpilzen, Pestiziden, Fungiziden und besonders bei Duftstoffen reagiert ihr Körper sofort - sind die Konzentrationen auch noch so gering. Cornelia van Rinsum kann nur versuchen, all dem, so gut es geht, aus dem Weg zu gehen. "Die Diagnose MCS", erklärt die frühere Sekretärin, "ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits wusste ich endlich, worauf ich so stark reagiere. Andererseits war klar: Ich muss mein ganzes Leben umstellen." Sie hat es getan.

Bestimmte MCS-Patienten, erklärt der Umweltmediziner Frank Bartram, haben eine genetisch bedingte besondere Empfänglichkeit für Schadstoffe. Was andere gar nicht bemerken, wird für sie zu einem ernsten Problem. Viele Schadstoffe verursachen eine nervengiftige Wirkung, einige scheinen als Allergene oder Entzündungsauslöser zu dienen und lösen eine Immunreaktion aus.

In den seltensten Fällen macht den Patienten nur ein einzelner Schadstoff zu schaffen. Meist ist es eine Reaktion auf eine Vielzahl von Substanzen - darunter häufig auch die PAK. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sind Verbrennungsprodukte. In die Raumluft gelangen sie etwa über Zigaretten- und Kaminrauch oder steinkohleteerhaltige Klebstoffe.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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