Testberichte aus dem Archiv
ÖKO-TEST Kompakt Kinderkrankheiten

Fieberthermometer
Gradwanderung
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Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst, alle waren sie ausgerückt - und das wegen eines Fieberthermometers. So geschehen in Jesteburg, Norwegen, am Heiligabend 2006. Dort hatte ein 16-Jähriger versucht, die Verpackung eines Messgeräts mit den Zähnen zu öffnen. Dabei zerbrach das Thermometer, das Quecksilber lief aus und verteilte sich im Bettzeug, worauf die Mutter über den Notruf die Rettungsleitstelle anrief. Und die fuhr das volle Notfallprogramm ab: Die Polizei brachte Mutter und Sohn aus dem Haus, der Junge wurde im Rettungswagen untersucht. Währenddessen drang die Feuerwehr mit Atemschutzgeräten in das Gebäude ein und entsorgte gemeinsam mit dem Umweltzug die giftige Flüssigkeit. Die Straße wurde für die Dauer des Einsatzes gesperrt. Ergebnis: Niemand war zu Schaden gekommen.
Die Gelegenheit für Wiederholungsfälle dürfte in Zukunft, zumindest außerhalb von Norwegen, selten werden, denn quecksilberhaltige Fieberthermometer sind ab April 2009 in der EU verboten und werden wohl bald ganz aus den Haushalten verschwinden. Ohnehin spielen die quecksilberhaltigen Messgeräte nur noch eine Nebenrolle. Bereits jetzt finden sich in den meisten Haushalten die digitalen oder Infrarotthermometer.
ÖKO-TEST wollte wissen, wie verlässlich die neuen Geräte arbeiten. Dazu haben wir 21 handelsübliche Produkte eingekauft und sie einer Praxisprüfung unterzogen sowie auf Schadstoffe testen lassen.
Das Testergebnis
Auf die meisten Fieberthermometer ist Verlass. Vor allem die digitalen Kontaktthermometer arbeiten schnell und zuverlässig. Elf Produkte bewerten wir mit "sehr gut", sieben mit "gut". Lediglich ein Gerät fällt mit "ungenügend" durch.
Die meisten Thermometer im Test halten die geforderte Messgenauigkeit ein. Für Infrarotthermometer haben wir in Anlehnung an die gesetzliche Norm eine Abweichung von +/-0,2 Grad Celsius toleriert. Das AEG Ohr-Fieberthermometer FT 4905 weicht davon ab, zeigt also nicht die genauen Messwerte an. Das Produkt besitzt zudem einen nur eingeschränkten Messbereich: Konkret ist eine Messung ab 41 Grad Celsius nicht mehr möglich. Bei dem Gerät taucht stattdessen lediglich im Display ein "Hi" auf, und der Gebrauchsanleitung ist zu entnehmen, dass in diesem Fall das Fieber über 42,2 Grad beträgt. Das ist in unseren Augen ein gravierender Mangel, wenn man bedenkt, dass ein Kind richtig krank ist, wenn es derart hohes Fieber hat. Außerdem ist in diesen Temperaturregionen jede Gradabweichung wichtig, um einschätzen zu können, ob ein Kind eventuell ins Krankenhaus muss oder nicht. Nicht umsonst wird daher von Fachleuten empfohlen, ab 40 Grad die Temperatur kontinuierlich zu kontrollieren.
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Die meisten Thermometer lassen sich gut ...

Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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