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ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2008
TestKakaohaltiges Getränkepulver
Ein Zuckerschlecken
Kakaohaltiges Getränkepulver



Im Durchschnitt 33 Prozent aller Schüler trinken Kakao, in den Klassenstufen fünf bis sieben greifen sogar 40 Prozent zu dem Getränk. Nur Milch pur ist noch beliebter, ergab eine Marktstudie zu den Frühstückshits. Jungen sind übrigens mit 39 Prozent größere Kakaofans als Mädchen mit 27 Prozent.

ÖKO-TEST wollte wissen, ob Kakao in Sachen Gesundheit, Geschmack und Löslichkeit punkten kann. Wir haben 23 Produkte eingekauft und im Labor untersuchen lassen. Unter den Getränkepulvern befinden sich sechs Bio-Produkte - davon drei aus fairem Handel.

Das Testergebnis

Mit Bio fährt man besser. Keines der 17 konventionellen Produkte erreicht die Bestnote, wohingegen alle sechs "Bios" "sehr gut" abschneiden. Immerhin können wir drei Mal "gut" attestieren. Acht Produkte erreichen ein "ausreichend".

Der Zuckergehalt ist nach wie vor eine Schwäche von vielen Kakaopulvern: Neun von 17 konventionellen Produkten sind zu süß, wenn man sie dosiert, wie auf der Verpackung angegeben. Das heißt, sie enthalten pro 200-ml-Portion mehr Zucker als die entsprechende Menge eines herkömmlichen, selbst zubereiteten Kakaos, den wir als Vergleichslebensmittel herangezogen haben. In einer Tasse Tip Schoko-Tip stecken umgerechnet ca. sechs Stück Würfelzucker. Besser sieht es bei den Bio-Produkten aus. Hier gibt es in diesem Punkt nichts zu kritisieren. Stellt sich noch die Frage, was die Instantpulver neben Kakao und Zucker enthalten. Meist sind es Aromen, Emulgatoren, Salz oder Vitamine. Der Uelzena Hot Drinks Kakaotrunk besitzt noch Magermilch- und Molkenpulver und Milcheiweiß. Grund ist, dass er als einziges Produkt mit Wasser angerührt werden soll.

Überflüssig ist der Zusatz von Mineralstoffen wie Calcium oder Magnesium. In zehn konventionellen Getränkepulvern wird Calcium verwendet, das Nesquik-Pulver enthält außerdem zugesetztes Magnesium.

Um ihre Produkte gesünder erscheinen zu lassen, reichern die meisten konventionellen Hersteller ihre Pulver mit Vitaminen an. Dies ist unnötig, weil eine ausgewogene Ernährung alle erforderlichen Nährstoffe zur Verfügung stellt.

Die fünf Produkte mit den höchsten Kakaogehalten ließen wir auf Cadmium sowie auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) untersuchen. Das Schwermetall und auch die PAK ließen sich zwar in allen Testpulvern nachweisen, aber nur in Spuren.

Was die sensorische Qualität angeht, gibt es keinen Grund zu meckern. "Alle mit Milch zubereiteten Produkte riechen und schmecken produkttypisch nach Kakao und Milch", meinten die Testtrinker.

Die konventionellen Produkte weisen - zumindest in kalter Milch - in der Regel eine bessere Löslichkeit auf als die Bio-Pulver.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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