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Rein biologisch bedeutet das Klimakterium, dass die Frau die Fähigkeit verliert, Kinder zu bekommen. Die Eierstöcke produzieren immer weniger Eizellen, bis mit der letzten Blutung die fruchtbaren Jahre endgültig vorüber sind. Während dieser Zeit kommt es zu einer Verschiebung im Hormonsystem. Die Hirnanhangdrüse stellt fest, dass die Östrogene langsam versiegen. Sie versucht, die Eierstöcke zu stimulieren, indem sie verstärkt das Follikel Stimulierende Hormon (FSH) ausschüttet.

Den Anstieg der FSH-Konzentration kann frau mithilfe von Teststäbchen messen. Die Teststreifen für den Hausgebrauch funktionieren in der Regel über vergleichsweise einfache chemische Reaktionen. Ist FSH in einer bestimmten Menge im Urin nachweisbar, verfärbt sich ein Reaktionsfeld. Da dies kein komplizierter Vorgang ist, arbeiten die Streifen und Stäbe sehr zuverlässig. Deshalb haben wir bei unserer Untersuchung auf einen Anwendungstest verzichtet und uns stattdessen auf die pharmakologische Begutachtung konzentriert: Sind die Messparameter sinnvoll? Wird ausreichend auf Störreaktionen hingewiesen?

Eingekauft und zur pharmakologischen Begutachtung geschickt haben wir zwei Menopausentests, die für den privaten Hausgebrauch gedacht und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind.

Das Testergebnis

Beide Menopausentests überzeugen uns nicht. Sie schneiden mit dem Testergebnis "mangelhaft" bzw. "ungenügend" ab.

Unser pharmakologischer Berater Professor Manfred Schubert-Zsilavecz bewertet die Menopausentests als verzichtbar und "wenig überzeugend". Sie messen zwar den Anstieg der FSH-Konzentration - doch wozu? "In aller Regel brauchen Frauen keinen FSH-Test um zu merken, dass sie in die Wechseljahre kommen", meint Schubert-Zsilavecz.

Eine einzige FSH-Messung reicht ohnehin nicht aus, um den Beginn der Menopause festzustellen. Die FSH-Konzentrationen können sehr stark schwanken, deshalb sind mindestens zwei Tests notwendig. Ein entsprechender Hinweis ist bei beiden Tests nicht zu finden.

Beim Gab Control hFSH fehlen zudem Angaben zur Genauigkeit des Tests. Außerdem ist im Beipackzettel nicht beschrieben, wie lange das Teststäbchen in den Urin gehalten werden muss.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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