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ÖKO-TEST Kompakt Schwangerschaft
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Eisenhart
Eisen-Präparate



Frauen brauchen schon wegen des monatlichen Blutverlustes mehr Eisen als Männer. Dieser Bedarf steigt noch während der Schwangerschaft - auf etwa 30 Milligramm pro Tag. Werdende Mütter benötigen zusätzliches Eisen für den Fötus und die Plazenta. Eine zu geringe Eisenzufuhr kann sich negativ auf das Geburtsgewicht des Kindes auswirken.

Eine besondere Risikogruppe sind Vegetarierinnen. Viele Frauenärzte verschreiben Eisen routinemäßig, einige nur auf der Basis eines eindeutigen Eisenmangels im Blut. Beim Säugling können leere Eisenspeicher schwere Störungen der geistigen und körperlichen Entwicklung verursachen. War allerdings die Mutter gut mit Eisen versorgt, bringen Säuglinge für die ersten vier Lebensmonate ausreichend gefüllte Eisenspeicher mit auf die Welt.

Am besten achten Schwangere von Anfang an darauf, sich eisenreich zu ernähren. Ein bedeutender Eisenlieferant ist Fleisch. Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird vom Körper dagegen schwerer verwertet. Vegetarierinnen sollten deshalb oft grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte oder Vollkornprodukte essen und ein Glas Orangensaft zu den Mahlzeiten trinken.

Gegen die Nebenwirkungen von Eisenpräparaten wie Verstopfung und Magenschmerzen helfen ein Magnesiumpräparat und die Einnahme der Pillen zum Essen - auch wenn sie dadurch etwas weniger wirksam sind.

ÖKO-TEST hat 32 apothekenpflichtige Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und diätetische Lebensmittel eingekauft und pharmakologisch begutachten lassen.

Das Testergebnis

Das erfreuliche Resultat unserer Untersuchung: 27 der 32 untersuchten Eisenpräparate schneiden mit "sehr gut" oder "gut" ab, vier sind "befriedigend", und nur ein Arzneimittel mussten wir mit "mangelhaft" bewerten.

Mittel der Wahl, um einen Eisenmangel zu behandeln, sind die Salze des zweiwertigen Eisens, erkennbar an der römischen Zwei im Namen. Es ist die Eisenform, die der Körper bevorzugt aufnimmt. Da dreiwertiges Eisen kaum aufgenommen wird, ist das Präparat mit dreiwertigem Eisen, die Ferrum Hausmann Lösung, "mangelhaft".

Die getesteten Arzneimittel enthalten im Allgemeinen mehr Eisen als Nahrungsergänzungs- oder diätetische Lebensmittel. Deren Eisengehalte orientieren sich an den Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Ausreißer nach unten sind mit nur 5 mg Eisen in einer Tagesdosis die Brausetabletten Krüger Eisen + Vitamin C und San-Vi-San Eisen + Vitamin C, die Kapseln Crownvita Eisen + Vitamin C + Histidin sowie mit 9 mg Eisen die Floradix Kräuterblut Eisen-Folsäure Dragees als Arzneimittel. Die meisten apothekenpflichtigen Arzneimittel liefern dagegen 100 und mehr Milligramm Eisen zur Behandlung eines Eisenmangels.

Vitamin C (Ascorbinsäure) stabilisiert das zweiwertige Eisen, indem es dessen Oxidation zu dreiwertigem Eisen verhindert. Die Kombination von Eisen mit anderen Vitaminen als Vitamin C und auch Mineralstoffen verbessert den therapeutischen Wert des Eisens hingegen nicht.

Vier ansonsten "sehr gute" Präparate schneiden nur mit "befriedigend" ab, da sie bedenkliche bzw. umstrittene Hilfsstoffe enthalten. In den Hämatopan 100 Tabletten steckt Dibutylphthalat, in den Dreisafer Filmtabletten, den Tardyferon Depot-Eisen(II)-sulfat Retardtabletten sowie den Ferrlecit 2, Tabletten der halogenorganische Farbstoff Erythrosin (E127).





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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