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ÖKO-TEST November 2007
TestDuftstoffe in Kosmetik, Majantol
Neue Probleme für Allergiker
Duftstoffe in Kosmetik, Majantol
26 Duftstoffe mit allergenem Potenzial müssen seit 2005 auf Kosmetika deklariert werden. Nun stellt sich heraus: Die von der EU zusammengestellte Liste ist nicht aktuell, denn ein weiterer Duftstoff, das Majantol, kann ebenfalls Probleme bereiten. Wir haben für Sie eine große Übersicht von Kosmetika aus über 70 ÖKO-TESTs zusammengestellt, die diesen Duftstoff enthalten.


Als die EU die Liste mit den 26 Duftstoffen verabschiedete, hatte sie den Verbraucher im Sinn. Die neue Regelung sollte Betroffenen helfen, Produkte ohne problematische Düfte zu finden. Tatsächlich ist es auch kein Problem, die Parfümöle für Cremes, Deo und Co. ohne die allergenen Duftstoffe abzumischen. Dazu kann die Riechstoffindustrie aus einer Unmenge von Duftchemikalien wählen, theoretisch stehen rund 3.000 Stoffe zur Verfügung.

Doch jetzt zeigt sich, dass das Ersetzen der kritisierten Duftstoffe durch andere Substanzen tückisch sein kann. Denn die ersatzweise verwendeten Substanzen sind offenbar nicht alle unproblematisch. Beispiel Majantol, das ÖKO-TEST in seinen Untersuchungen von Kosmetika bereits seit zwei Jahren mittesten lässt. Majantol steht zwar nicht auf der EU-Liste, wir wussten aber bereits seit Längerem, dass dieser Duft ebenfalls Probleme bereiten könnte. Eine aktuelle Studie des Informationsverbunds Dermatologischer Kliniken (IVDK) mit mehr als 6.000 Teilnehmern bestätigte nun diesen Verdacht: Majantol scheint zwar harmloser zu sein als etwa Eichenmoos, das wir um zwei Stufen abwerten, oder Lyral, das einen Minuspunkt erhält. Aber Majantol gehört tatsächlich zu jenen weiteren Düften, die in unseren Tests genannt werden, weil sie für Duftstoffallergiker zum Problem werden können.

Für einen Verzicht auf bestimmte Duftstoffe gibt es zunächst einmal gute Gründe. Richtig sei es, sehr problematische Düfte wie Baummoos, Eichenmoos oder Isoeugenol nicht mehr einzusetzen und bei anderen Düften die Dosis zu reduzieren, erklärt Professor Axel Schnuch vom IVDK. Zwar beobachte man, dass die Allergierate für Isoeugenol immer noch erstaunlich hoch sei, für einige allergene Duftstoffe seien die Raten in den vergangenen Jahren jedoch gesunken. Dies nach Meinung von Schnuch auch deshalb, weil die Industrie seit Ende der 1990er-Jahre problematische Düfte seltener oder in geringeren Gehalten einsetzt.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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