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ÖKO-TEST November 2007
TestFertigparkett
Holzauge, sei wachsam
Fertigparkett



Parkett war als hochwertiger und edler Bodenbelag nie bestritten, auch wenn das Kunststoffimitat Laminat ihm jahrelang den Rang abgelaufen hat. Heute schätzen jedoch wieder mehr Menschen die Vorzüge des Holzes, seine ökologischen Vorteile und die optischen und haptischen Qualitäten. Die Nachfrage nach Parkett steigt, wobei die gute, alte Eiche wieder fast so beliebt ist wie Buchenholz, das jahrelang die Hitliste anführte. Es gibt die Eiche in zahlreichen Sortierungen, mit wenigen Astlöchern bis hin zu ausgeprägter Maserung.

Aufgrund der großen Nachfrage steigt zur Zeit auch der Preis. Da dunkle Hölzer im Trend liegen, ist derzeit auch die sogenannte Räuchereiche beliebt. Dabei wird normales Eichenholz durch industrielle Verfahren dunkel gefärbt. Bei einem Eichenfertigparkett besteht aber nur die oberste Deckschicht aus Eichenholz. Die darunter liegenden Schichten können aus Holzwerkstoffen oder aus billigerem Holz sein, etwa aus Kiefer oder Fichte. Das Fertigparkett wird mit unterschiedlichen Oberflächen angeboten: Es ist entweder lackiert oder geölt, wobei es hier unterschiedliche Möglichkeiten gibt: Ein mit Naturölen eingelassenes Parkett braucht meist noch eine Endbehandlung, eine weitere Einölung nach dem Verlegen. Dagegen sind sogenannte UV-geölte Oberflächen meist wohnfertig. Sie werden industriell mit intensivem UV-Licht ausgehärtet und sind dichter und glänzender als eine mit Luftsauerstoff getrocknete Ölschicht. Ein solcher Bodenbelag darf nicht mit ­einem Naturöl nachbehandelt werden.

Geöltes Holz wirkt nicht nur sehr natürlich, sondern ist auch atmungsaktiv. Es hat den Vorteil, dass kleine Beschädigungen einfach ausgebessert werden können. Die Oberfläche bleibt lange schön und muss seltener abgeschliffen werden als eine lackierte, die leichter verkratzt und abgetreten werden kann. Allerdings muss die geölte Oberfläche regelmäßig gepflegt und aufgefrischt werden.

Besonders gefragt sind zur Zeit die großen Formate der Landhausdielen, deren Deckschicht aus einer ungeteilten Fläche besteht. Diese Dielen oder das traditionelle Schiffsbodenformat kauften wir 18-mal als Fertigparkett in Eiche natur mit geölter Oberfläche im Fachhandel oder in Baumärkten ein, um es auf problematische Inhaltsstoffe untersuchen zu lassen. Dabei interessierte uns vor allem, ob Verbindungen ausgasen und die Raumluft belasten. Außerdem ließen wir die Dicke der Eichenholznutzschicht überprüfen.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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