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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2008
TestBadeanzüge
Macht euch nackicht
Badeanzüge
Es ist schon nicht leicht, einen Badeanzug zu finden, der gut sitzt. Dazu noch ein Modell zu erwischen, das keine Schadstoffe enthält und in Sonne und Badewasser nicht ausbleicht, ist noch schwieriger. Immerhin sieben Badeanzüge schnitten mit "gut" ab.


Mit einem klassischen Badeanzug kann man, - zumindest modisch gesehen - nichts falsch machen. Einfarbige Modelle in Schwarz oder knalligen Farben sind einfach immer in Mode. Wir haben 19 Badeanzüge in modischem Design eingekauft, auf Schadstoffe untersuchen und zudem prüfen lassen, ob sie Chlorbadewasser und Meerwasser standhalten und lichtecht sind.

Das Testergebnis

Kein Badeanzug schneidet besser als "gut" ab, neun Produkte sind "befriedigend", drei fallen mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch den Test.

In zwei Materialproben waren erhöhte Mengen an Weichmachern aus der Gruppe der Phthalate nachzuweisen, die in Babyartikeln und Kinderspielzeug gesetzlich reglementiert sind. Wahrscheinlich stammen diese bedenklichen Weichmacher aus den Schildern, die PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe enthalten.

Aus dem Arena Waternity XX-Life Training Badeanzug, dunkelblau lösten sich problematische Mengen an Antimon. Das Schwermetall wird unter anderem zur Produktion von Polyesterfasern eingesetzt. Neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass Antimonverbindungen die Haut reizen.

Halogenorganische Verbindungen kritisieren wir bei acht Badeanzügen. Sie stammen möglicherweise aus Farbstoffen. Viele dieser umstrittenen Verbindungen gelten als allergieauslösend, einige erzeugen Krebs.

In allen Badeanzügen stecken überflüssige optische Aufheller, meist in den Etiketten, aber auch in weißen Futterstoffen. Das belastet nicht nur die Umwelt und kann die Haut reizen, es beeinträchtigt unter Umständen auch das Aussehen des Badeanzugs. So können sich optische Aufheller beim Kontakt mit gechlortem Badewasser in Richtung gelb, braun oder grün verfärben.

Bei der Messung auf Chlorbadewasserechtheit müssen wir fünf Modelle mehr oder weniger kritisieren, darunter die Anzüge von Esprit und Puma.

Bei der Meerwasserechtheit gab es nur am Esprit Twilight Beach Swimsuit mit Pailletten-Stickerei, tomato red etwas auszusetzen: Die rote Farbe blutete aus und färbte andere Gewebe an.

Eine zu geringe Lichtechtheit kritisieren wir bei vier Produkten, darunter wieder der Esprit-Badeanzug, der in der Lichtechtheitsprüfung am stärksten ausblich.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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