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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2008
TestShampoos, normales Haar
Wir reden Haartext
Shampoos, normales Haar



Mit 0,05 bis 0,07 Millimeter ist normales Haar etwa doppelt so dick wie feines Haar. Außerdem besitzt es eine natürliche Geschmeidigkeit und Sprungkraft, glänzt und lässt sich gut frisieren. Shampoo für normales Haar sollte deshalb vor allem eines leisten - die Haare möglichst schonend reinigen. Diese Aufgabe übernehmen Tenside. Die Shampoohersteller können sich für sanfte Schaumschläger wie Zuckertenside entscheiden oder zu aggressiveren Substanzen wie etwa Sodium Laureth Sulfate greifen.

Wir haben 27 Shampoos für normales Haar eingekauft und in die Labore geschickt. Einige sind zudem für normales bis trockenes, für normales bis fettendes, für normales bis glanzloses, für empfindliches, stumpfes oder feines Haar augelobt. Ob das stimmt, haben wir nicht untersuchen lassen. Unsere beauftragten Labore überprüften, ob problematische Inhaltsstoffe in den Produkten stecken.

Das Testergebnis

Das Testergebnis ist durchwachsen. Mehr als die Hälfte der Produkte schnitt mit "sehr gut" und "gut" ab. Unter den "sehr guten" sind auch die beiden zertifizierten Naturkosmetikprodukte. An der Rezeptur von sieben Produkten gibt es derart viel zu bemängeln, dass sie mit "ungenügend" durchfallen.

Der spezielle Duftstoffmix gibt einer Marke seine individuelle Note. Diese sollte aber nicht auf Kosten der Gesundheit gehen. Deshalb haben problematische Duftstoffe, die Allergien auslösen, oder polyzyklische Moschus-Verbindungen, die sich im Körper anreichern können, in einem Shampoo nichts zu suchen. Das Pantene Pro-V Shampoo Classic duftet mit Lyral. Dieses und zwei weitere Produkte enthalten zudem problematische Moschus-Düfte.

Shampoos müssen konserviert werden. Aber bitte nicht mit Formaldehyd/-abspaltern. Sie stecken in gut einem Viertel der Produkte. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff. Auch halogenorganische Verbindungen werden meist als Konservierungsstoffe eingesetzt. Sie sind in fünf Produkten enthalten.

Auf Polyethylenglykole oder deren Abkömmlinge (PEG/PEG-Derivate) wollen die meisten Hersteller offensichtlich nicht verzichten. Nur fünf Produkte kommen ohne diese Stoffe aus. Sie werden in Shampoos als Waschsubstanzen und/oder Emulgatoren eingesetzt, können die Haut aber durchlässiger für Fremdstoffe machen. Bei allen "guten" Produkten sind PEG/PEG-Derivate der einzige Mangel in der Rezeptur.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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