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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2008
TestHaarfarben, Blondierungen
Hell? Au!
Haarfarben, Blondierungen



Viele mögen’s blond. Dezent mit ein paar hellen Akzenten oder kompromisslos in Platinblond. Wir haben 14 Blondierungsprodukte eingekauft, darunter drei Aufhellsprays. Wir wollten wissen, welche bedenklichen und umstrittenen Schadstoffe sich in den Blondierungscremes, Entwicklern, Shampoos oder Conditionern verbergen.

Das Testergebnis

Von fünf der insgesamt 14 Blondierungen müssen wir komplett abraten. Sie schneiden mit "ungenügend" ab. Wer partout in Eigenregie erblonden will, kann immerhin aus sechs "guten" Produkten wählen. Darunter sind auch zwei der drei getesteten Sprays.

Zwei Produkte - die Nutrisse Creme Pflegende Intensiv-Coloration extra aufhellend, 100 und die L’Oréal Excellence Creme Blonde Suprême 01 - enthalten problematische aromatische Amine, unter anderen das Haarfärbemittel 2,5-Toluylendiamin. Es ist chemisch verwandt mit dem krebserregenden 2,4-Toluylendiamin, das in Haarfarben bereits verboten ist. Einige Vertreter aus der Gruppe der aromatischen Amine stehen nicht nur unter Krebsverdacht, sie sind auch hochpotente Allergene.

Auch das Färbemittel Resorcin haben wir in diesen beiden Produkten gefunden. Es hat bei Versuchen mit menschlichen Blutzellen zu Veränderungen der Chromosomen geführt.

Formaldehyd/-abspalter hat das von uns beauftragte Labor in zwei Produkten nachgewiesen: beim Poly Blonde Intensiv Aufheller L1 Ultra steckt es im Blondaktivator, beim Viva Pure Blonde Intensiv-Aufheller Ultra im Cremeaufheller. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, der schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt und Allergien auslösen kann.

In der Pflege von vier Blondierungen stecken umstrittene halogenorganische Verbindungen. Viele Stoffe aus dieser großen Gruppe können Allergien auslösen. Sie sind in der Umwelt nur schwer abbaubar.

Den oft penetranten Geruch chemischer Reaktionen sollen diverse Düfte überdecken. In drei Pflegeprodukten setzen die Hersteller dafür polyzyklische Moschus-Verbindungen ein. Diese künstlichen Duftstoffe reichern sich im menschlichen Fettgewebe an. In zwei Aufhell- sowie drei Pflegekomponenten stecken Duftstoffe, die Allergien auslösen können.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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