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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2008
TestTeststreifen
Alles unter Kontrolle?
Teststreifen



Urin ist ein ganz besonderer Saft, verrät der doch eine Menge über den Gesundheitszustand. Die Teststreifen für den Hausgebrauch funktionieren in der Regel über einfache chemische Reaktionen. Ist der gesuchte Stoff in einer bestimmten Menge im Urin, verfärbt sich ein Reaktionsfeld. Da dies kein komplizierter Vorgang ist, arbeiten die Streifen und Stäbe sehr zuverlässig.

Deshalb haben wir bei unserer aktuellen Untersuchung auf einen Anwendungstest verzichtet und uns stattdessen auf die pharmakologische Begutachtung konzentriert: Sind die Messparameter sinnvoll? Wird ausreichend auf Störreaktionen hingewiesen?

Zur pharmakologischen Begutachtung geschickt haben wir Teststreifen, die für den Hausgebrauch gedacht und entweder rezeptfrei in der Apotheke oder aber in Drogerien zu haben sind: elf Diabetesteststreifen, drei Tests zum Nachweis von Harnwegsinfektionen sowie ein Test zur Ermittlung von oxidativem Stress.

Das Testergebnis

Ein Großteil der Diabetesteststreifen schneidet mit "gut" ab und die drei Tests zum Nachweis von Harnwegsinfektionen sind "sehr gut". Eine schlechte Bewertung gibt es für den Test zum oxidativen Stress.

Der Urintest zum oxidativen Stress Orthomol Redox, der die Belastung des Körpers mit freien Radikalen feststellen will, ist schlicht überflüssig. Denn ob und inwieweit die gemessene Malondialdehydkonzentration relevant ist, lässt sich derzeit mangels klinischer Daten gar nicht beurteilen.

Mit Diabetesteststreifen lassen sich zwar für die Erkrankung relevante Parameter wie Glucose, Keton und/oder Aceton im Urin nachweisen. Allerdings sind Urintests für Diabetiker nur von zweitrangiger Bedeutung. Besser ist der Nachweis der Zuckerkrankheit oder auch die Verlaufskontrolle über Bluttests. Deshalb bewerten wir den Diabetes-Urin-Test höchstens mit "gut".

Nichts auszusetzen gibt es hingegen an den Teststreifen zum Nachweis von Harnwegsinfektionen. Ist der Test auf Nitrit positiv, liegt auf jeden Fall eine bakterielle Infektion vor. Allerdings gibt es auch Bakterien, die kein Nitrit bilden. Bleiben die Beschwerden bestehen, obwohl der Test negativ war, sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden - bei positivem Befund sowieso. Darauf, ebenso wie auf mögliche Störungen, weisen die Beipackzettel aller drei Produkte aber hin.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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