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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2008
TestACE-Säfte und -Getränke
Das ist zu viel
ACE-Säfte und -Getränke



Man nehme Wasser, Zucker, ein bisschen Frucht und eine Vitaminmischung. Fertig ist der ACE-Saft. Doch in Wahrheit handelt es sich nur selten um reinen Fruchtsaft. Meist stecken Fruchtnektare oder Fruchtsaftgetränke mit Fruchtanteilen von gerade mal 22 bis 60 Prozent hinter den klangvollen Produktnamen. Der Rest besteht aus Wasser, Zucker oder Süßstoffen und wird mit Vitaminen aufgepeppt.

Die Vitamine A, C und E wirken als Radikalenfänger und unterstützen dadurch den körpereigenen Schutzmechanismus. Doch die gesundheitsfördernde Wirkung einer Extradosis isolierter, künstlich zugeführter Vitamine ist stark umstritten. Besonders problematisch ist die Zugabe von Betacarotin, eine Vorstufe des Vitamins A. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät dazu, täglich nicht mehr als zwei Milligramm synthetisches Betacarotin aufzunehmen bzw. es am besten gar nicht mehr als Nahrungsergänzung zu verwenden. Wir wollten wissen, ob die Hersteller diese Warnung ernst nehmen und haben 19 ACE-Drinks in die Labore geschickt.

Das Testergebnis

Viel hilft nicht viel und die ACE-Getränke halten nicht, was sie versprechen. Viele schneiden nur mit "mangelhaft" oder "ungenügend" ab. Immerhin gibt es aber auch "sehr gute" und "gute" Alternativen.

Schon lange ist bekannt, dass künstliches Betacarotin bereits in Dosen ab 20 Milligramm (mg) pro Tag zu erhöhten Lungenkrebsraten bei Rauchern und zu erhöhter Sterblichkeit bei Herzkranken geführt hat. Für einige Hersteller offenbar kein Grund, auf natürliches Betacarotin umzusteigen.

Alle "mangelhaften" und "ungenügenden" Drinks enthalten pro Glas mehr isoliertes Betacarotin als das BfR empfiehlt (höchstens 2 mg pro Tag). Vorsicht: Da isoliertes Betacarotin schon länger umstritten ist, deklarieren viele Hersteller es umgerechnet in Vitamin A oder als Provitamin A.

Nur vier der getesteten Getränke enthalten keine synthetischen Vitamine. Um den Vitamin-E-Gehalt zu erhöhen, wurde ihnen ein kleiner Anteil an Weizenkeimöl zugesetzt. Alle anderen sind mit synthetischem Vitamin E, Vitamin C und/oder Betacarotin angereichert, teilweise noch mit weiteren Vitaminen.

Ingesamt gesehen sind die gemessenen Vitaminwerte häufig höher als die deklarierten, was Sinn macht, weil sie sich während der Lagerung abbauen und bis zum Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums in entsprechenden Mengen enthalten sein sollten. Das gilt besonders für Vitamin C.

In fünf ACE-Drinks stecken künstliche Süßstoffe, die auch gentechnisch hergestellt sein können. Sie sind zwar kalorienfrei, helfen aber trotzdem nicht beim Abnehmen, weil sie die Geschmacksnerven an die süße Kost gewöhnen.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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