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K0708 ] 20. August 2007
ÖKO-TEST Kompakt Gesichtspflege
Gesichtscremes
Schlag ins Wasser
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Feuchtigkeitscremes sind leicht und ziehen schnell ein, ohne eine Fettspur zu hinterlassen. In der Regel bringen die Cremes auch den erwünschten Pflegeeffekt, den die Hersteller so gerne versprechen - die Haut mit viel Feuchtigkeit und etwas Fett zu versorgen. Mit dem bloßen Auge sind die angepriesenen Effekte jedoch kaum sichtbar.
Dass eine Feuchtigkeitscreme die Haut feucht hält, liegt nicht am Wasser in der Creme, sondern an den feuchtigkeitsspendenden und -bindenden Wirkstoffen. Zu den natürlichen Feuchthaltefaktoren zählen beispielsweise Harnstoff und Hyaluronsäure, Milchsäure-Natriumsalz, Glycerin oder Aminosäuren. Diese Stoffe binden die Feuchtigkeit in der Haut und verzögern so einen Wasserverlust. In einigen Pflanzen wie Raps oder Aloe vera stecken auch sogenannte Phytosterine. Diese Substanzen binden ebenfalls Wasser und stärken so die schützende Hautbarriere. Darüber hinaus sind in einer Creme Filmbildner notwendig, die verhindern, dass die körpereigene oder zugeführte Feuchtigkeit auf der Haut allzu schnell wieder verdunstet. Es gibt natürliche Filmbildner wie Carnaubawachs, aber auch künstliche, zu denen die Paraffine gehören.
ÖKO-TEST hat 35 Gesichtscremes in die Labore geschickt, um sie auf bedenkliche und umstrittene Stoffe untersuchen zu lassen.
Das Testergebnis
Den zwölf mit "sehr gut" getesteten Gesichtscremes für Frauen - darunter viele zertifizierte Naturkosmetikprodukte, aber auch drei ihrer günstigen Geschwister aus dem Supermarkt und der Drogerie - stehen ebenso viele Produkte gegenüber, die in unserem Test komplett mit dem Urteil "ungenügend" durchfallen.
Der Duft vieler Cremes lässt zu wünschen übrig. Acht Mal haben die beauftragten Labore künstliche polyzyklische Moschus-Verbindungen gefunden, die sich im Körper anreichern. In neun Produkten stecken Duftstoffe, die Allergien auslösen können.
In elf Cremes kritisieren wir bedenkliche UV-Filter, die wie Hormone wirken können. Auch Phthalate stehen im Verdacht, wie Hormone zu wirken. Neun Cremes kommen nicht ohne Diethylphthalat aus. Der Stoff wird unter anderem eingesetzt, um Parfümmischungen zu stabilisieren.
14 Cremes enthalten als Emulgatoren Polyethylenglykole oder deren Abkömmlinge (PEG/PEG-Derivate). Diese Stoffe können die Haut für Fremdstoffe durchlässiger machen.
Auch die Konservierungsstoffe sind umstritten: Dreimal sind halogenorganische Verbindungen aufgefallen. Viele Vertreter dieser Stoffgruppe können Allergien auslösen. Drei Produkte sind mit Formaldehyd/-abspaltern konserviert. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff.
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