Testberichte aus dem Archiv

Kinder-T-Shirts vom Discounter
Tote Hose
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"Spar die Hälfte! Keine halben Sachen, aber halbe Preise!" In dicken roten Lettern mit knallig gelbem Hintergrund prangt die Werbebotschaft auf einer ganzseitigen Anzeige in einer überregionalen Tageszeitung. Darunter diverse Bekleidungsstücke aus dem Sortiment eines Textildiscounters, etwa Jungen- und Mädchen-T-Shirts für 1,99 statt 3,99 Euro, wie eine durchgestrichene Preisangabe behauptet. Sicher nicht billig die Kampagne, die auf die Geiz-ist-geil-Kundschaft abzielt. Aber angesichts dessen, was derzeit auf dem Bekleidungsmarkt läuft, dürfte sich der finanzielle Aufwand aus der Portokasse begleichen lassen.
Wer sich ein Bild vom deutschen Textilgeschäft machen will, braucht nur mal an einem Montag oder Donnerstag eine Filiale von Aldi Süd aufsuchen, wenn gerade Klamotten im Angebot sind. "Je nachdem was im Angebot ist, stehen die Leute oft schon vor Ladenöffnung vor der Filiale", sagt Ingrid Pohl, die als Einkäuferin von ÖKO-TEST auch regelmäßig Aldi-Geschäfte aufsucht. "Bereits am Nachmittag ist das meiste dann weg." Beobachtungen, die zum Konsumtrend passen: Discounter wie Tchibo, Aldi, Bon Prix, Ernsting’s Family, NKD, Takko oder Zeemann gewinnen immer mehr Marktanteile bei Klamotten.
Aldi etwa setzt jedes Jahr allein mit Bekleidung über eine Milliarde Euro um und hat sich zum achtgrößten Textileinzelhändler in Deutschland entwickelt. Auch das Filialnetz der reinen Textildiscounter wird immer engmaschiger. Ernsting’s Family, nach Meinung von Marktbeobachtern derzeit einer der erfolgreichsten Modekonzerne Deutschlands, besitzt bereits 1.300 Filialen und will weiter expandieren: Nach eigenen Aussagen mit rund 80 neuen Niederlassungen pro Jahr.
Viel Erfolg, negatives Renommee
Discounter KiK (das Kürzel steht für "der Kunde ist König") mit seinen mittlerweile mehr als 2.000 Filialen brummt derart, dass "Deutschlands größter Wühltisch", wie das Magazin Stern schrieb, nicht nur voriges Jahr einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro erzielte, sondern 2007 die Zahl der Ausbildungsstellen von geplanten 750 auf 1.000 erhöht.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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