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ÖKO-TEST Juli 2007
TestPflegeprodukte für junge Haut
Falsche Freunde
Pflegeprodukte für junge Haut



Charlotte ist 13. Eigentlich hat sie eine wunderbar zarte Haut. Doch seit einem halben Jahr verirren sich ab und an ein paar kleine Pickelchen in ihr Gesicht. Seither benutzt sie jeden Abend ein Waschgel und anschließend ein klärendes Gesichtswasser. Creme braucht sie keine, nur manchmal ist die rechte Wange sehr trocken, dann cremt Charlotte diese Seite mit einer Fettcreme ein. Auch die 13-jährige Saskia hat relativ normale Haut, nur die Pickel und Mitesser auf Stirn, Nase und Kinn stören. Sie besucht deshalb alle ein bis zwei Monate ein türkisches Bad. Die Dämpfe weichen die Haut auf, bei einer anschließenden Kosmetikbehandlung werden Mitesser ausgereinigt. Über Nacht trägt Saskia eine Creme auf, die dafür sorgen soll, dass die Pickel sich nicht ausbreiten.

So wie Charlotte und Saskia geht es vielen Teenagern: Die Haut zeigt erste Anzeichen der Pubertät, nicht so schlimm, dass man gleich zum Hautarzt laufen müsste, aber doch so gravierend, dass die Jugendlichen etwas dagegen tun wollen. Und wo ein Wille ist, ist auch ein Markt. Dem jugendlichen Wunsch nach reiner, gepflegter Haut hilft die Industrie gerne auf die Sprünge. Umfangreiche Pflegeserien für die begehrte Zielgruppe füllen die Regale. Dabei gibt es neben klassisch ausgelobter antibakterieller Anti-Pickel-Pflege auch Serien, bei denen die milde Pflege für junge Haut im Vordergrund steht.

"Nicht alle Jugendlichen haben Probleme mit der Haut, nach neueren Untersuchungen sind es etwa 90 Prozent", sagt der Kölner Dermatologe Hans-Georg Dauer. Die jugendliche Problemhaut zu pflegen, ist nach Meinung des Hautexperten sinnvoll. Ideal seien Produkte, die eine gewisse austrocknende Wirkung hätten, ohne die Haut zu reizen. Gerade bei Jugendlichen, die - abgesehen von den Pickeln - zu trockener Haut oder gar Neurodermitis neigten, könnten aggressive Produkte zu massiven Hautreizungen führen.

Fast jede Produktlinie am Markt bietet ein Mittel zum Waschen - vom Gel, über die Waschcreme bis hin zur Reinigungsmousse oder Reinigungsmilch. Solche Produkte sind nützlich, da Dermatologen etwa davon abraten, bei Aknehaut mit Seife zu reinigen. Eine Seife verschiebt den pH-Wert der Haut ins Alkalische, was das Wachstum von für Akne mitverantwortlichen Bakterien begünstigt. Eine seifenfreie Waschzubereitung ist also bei massiven Hautproblemen ratsam.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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