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ÖKO-TEST Juni 2007
TestWeizenbier, helles
Getrübter Genuss
Weizenbier, helles



So haben wir getestet

Eine ausgelassene Stimmung wollte in dem beauftragten Labor für Biersensorik morgens um halb neun nicht aufkommen. Fünf Männer und zwei Frauen hatten an Einzeltischen Platz genommen, vor sich einen Stapel Prüfbögen und sechs Weizenbiere, die ihnen nacheinander in Testgläsern serviert wurden. Die übrigen Proben hatten sie an den Tagen zuvor verkostet. Das Verkosten erfolgte blind, das heißt, die Prüfer wussten nicht, welches Produkt sie gerade vor sich hatten.

Der erste kritische Blick galt der Farbe der Biere. Diese kann von Hellgelb bis zu Bernstein variieren, je nachdem, wie dunkel das eingesetzte Malz war. Dann beurteilten die Prüfer den Geruch und Geschmack, zuerst nach Punkten und dann beschreibend. Dazu ließen sie die Aromen zunächst auf die sensiblen Nasenschleimhäute einwirken. Anschließend nahmen sie einen Schluck und bewegten ihn eine Weile im Mund. Dadurch erwärmt sich das Bier leicht, was flüchtige Geschmacksstoffe freisetzt. Der Nachtrunk sollte beim Weizen nicht zu lange und mit einem guten Geschmack abklingen. Aus der Gesamtheit der Eindrücke bestimmten die Prüfer das Flavour, wobei sie nur die dominanten, eindeutig beschreibbaren Aromen vermerkten.

Im nächsten Schritt bewerteten die Tester anhand einer Punkteskala, wie sich die Biere im Mund anfühlten (Vollmundigkeit), ob sie spritzig-frisch prickelten oder eher schal daher kamen (Rezenz) und wie es um die Qualität der Bitternote stand. Hefeweizen zeichnet sich in der Regel durch eine geringe Bittere aus.

Im letzten Teil der sensorischen Prüfung ging es um die Schaumkrone. Dafür wurde jeweils eine neue Flasche geöffnet und in Weizenbiergläser gefüllt. Geprüft wurde, wie schnell der Schaum zusammenfiel und welche Struktur er aufwies. Ein guter Schaum sollte mehrere Minuten halten und feinporig aussehen. Notiert wurde auch, wie trüb oder klar die Biere in der Flasche waren und wie sich der für Weizenbiere typische Bodensatz darstellte.




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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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