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ÖKO-TEST Juni 2007
TestWeizenbier, helles
Getrübter Genuss
Weizenbier, helles



Kaum zeigen sich die ersten warmen Sonnenstrahlen, da zieht es die Menschen nach draußen - besonders gern in die Biergärten, die just an diesen Tagen öffnen und den ersten frischen Gerstensaft ausschenken. Im Sommer dann - an heißen Tagen oder lauen Abenden - gibt es ebenfalls nichts Schöneres, als sich im kühlen Schatten großer Bäume niederzulassen, etwas zu essen und zu trinken und die Zeit mit Freunden und Bekannten zu verbringen.

Die ersten Biergärten entstanden im 16. Jahrhundert. Damals beschränkte sich das Brauen auf die kalte Jahreszeit. Wer die Produktion auf die Sommermonate ausdehnen wollte, legte Keller an und lagerte im Winter zusätzlich Eis ein. Oberhalb sorgten schattenspendende Bäume für Kühlung. Bald entwickelte sich der Brauch, das Bier nicht mehr nach Hause zu tragen, sondern direkt an Ort und Stelle zu trinken. Vor allem in München entstanden auf diese Weise zahlreiche Biergärten, von denen viele heute noch existieren.

Ausgeschenkt wird, was der Braukeller hergibt. Das ist im Sommer und in Bayern vor allem Weizenbier, da es viel Kohlensäure enthält und besonders frisch schmeckt. Das Gebräu aus mindestens 50 Prozent Weizen und Gerste zählt zu den obergärigen Bieren, da die Hefe zum Ende der Gärzeit nach oben steigt. Bei untergärigen Sorten - einem Pils etwa - sinkt sie hingegen zu Boden. Eine weitere Besonderheit: Weizenbier gärt bei bis zu 22 Grad - ein Grund, weshalb man früher im Sommer oft Obergäriges braute, zumindest überall dort, wo kühle Keller nicht zur Verfügung standen.

Entgegen dem Trend haben die Deutschen im vergangenen Jahr erstmals wieder mehr Bier getrunken, meldet der Deutsche Brauer-Bund. 111,6 Liter pro Kopf waren es insgesamt. Doch lediglich Weizenbier, das nach Pils und Export am häufigsten gekauft wird, gewinnt seit Jahren Marktanteile. Auch in Norddeutschland. Selbst klassische Pilsbrauereien bieten das Traditionsbier aus Bayern inzwischen an: die Flensburger Brauerei etwa oder die Licher Privatbrauerei. Auch Krombacher hat ein Weizenbier entwickelt, das zum Zeitpunkt unseres Einkaufs allerdings noch nicht erhältlich war.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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